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Das neue gemeinsame Feuerwehrhaus steht fast schon symbolisch am Kreisel zwischen Grunbach, Engelsbrand und Salmbach.  Fotos: Feuerwehr Engelsbrand 

Feuerwehr Engelsbrand ist nun endgültig eine große Einheit

Engelsbrand. Engelsbrand. Erst in diesem Jahr haben die Feuerwehrleute aus Engelsbrand, Grunbach und Salmbach ihr nagelneues, gemeinsames Haus am Kreisverkehr zwischen den Ortsteilen bezogen. Nun ist die Einheit auch organisatorisch vollzogen. Die jüngste Hauptversammlung war deshalb historisch: Am Ende waren die alten Feuerwehrabteilungen der Ortsteile aufgelöst und in der Gesamtwehr aufgegangen. Kommandant Thomas Schmollinger hatte berichtet, dass die Einheit nun 69 aktive Einsatzkräfte umfasst, darunter neun Feuerwehrfrauen. Dazu kommen 33 Alterskameraden und 29 Jugendliche. Schmollinger dankte seinem Vorgänger Stefan Pruschwitz für hervorragende Arbeit und die entscheidende Weichenstellung, als 2011 das Projekt „Quo Vadis“ gestartet worden sei, an dessen Ende die vereinigte Wehr und das neue Haus stehen.

Engelsbrands Bürgermeister Thomas Keller schätzte immer schon die Einsatzbereitschaft und Schlagkräftigkeit der Truppe bei Tag und Nacht, gerade auch während der Corona-Pandemie. Keller sicherte auch weiterhin die Unterstützung der Gemeinde zu. Auf das neue „Sicherheitsflaggschiff“ am Kreisverkehr ist er sehr stolz. Zum Leben erweckt werde es aber freilich von der Mannschaft selbst.

Die sortierte sich schließlich auch offiziell und formell um. Engelsbrands Abteilungskommandant Mathias Knödler machte den Anfang, dankte seinem Team für das Vertrauen der vergangenen Jahre und sagte, es gehe auch eine Ära zu Ende. Ein wenig traurig sei er zwar, aber für die neue Wehr ist er glücklich: Knödler ist von einer tollen Zukunft überzeugt. Als nächste Abteilung verabschiedete sich Grunbach in Richtung der neuen Einheit.

Abteilungskommandant Timo Lechler ließ die Vergangenheit zuvor in einigen Anekdoten noch einmal aufblühen. Den Schlusspunkt setzte schließlich Andreas Pruschwitz, Kommandant der Abteilung Salmbach. Auch er blickte zurück, ehe er betonte, die Feuerwehr werde mit diesem Schritt einer guten Zukunft entgegengehen. Alle drei Abteilungen bringen einwandfrei geführte Kassen in die Gesamtwehr ein. Es war genau 20.25 Uhr, als mit der Auflösung der letzten Abteilung die neue Organsiation in Kraft trat.

Kreisbrandmeister Carsten Sorg bewertete die Weichenstellung ebenfalls als historisch. Sorg sagte, es liege eine ereignisreiche Zeit hinter der Feuerwehr und der Gemeinde Engelsbrand. Für ihn als Kreisbrandmeister sei es die erste Versammlung mit der Auflösung von drei Abteilungen gewesen. Der richtige Schritt, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein, sagte der oberste Feuerwehrmann des Enzkreises über die neue Engelsbrander Einheit.

Die Grußworte vom Vorsitzenden des Feuerwehrverband Enzkreis, Markus Haberstroh, schlossen sich an. Auch er beglückwünschte die Engelsbrander, Grunbacher und Salmbacher zu diesem wichtigen Schritt der Zusammenlegung.

Im Anschluss stand die Wahl der Kassenprüfer auf der Tagesordnung. Zur Wiederwahl stellten sich Sarah Kloz und Marcel Schroth. Beide wurde einstimmig per Akklamation gewählt. Nun ging es an die Wahl der neuen Feuerwehrverwaltung. Bestimmt wurden fünf neue Beisitzer in geheimer Wahl. Nach dem ersten Wahldurchgang kam es zu einer Stichwahl. Nach erneuter Auszählung durch Verbandsvorsitzendem Haberstroh und Kreisbrandmeister Sorg stand das Ergebnis fest.

Die fünf neuen Beisitzer heißen: Christian Kloz, Alexander Vollmer, Rainer Lewender, Fabian Kurz und Timo Lechler.