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Symbolische Schlüsselübergabe: Thorsten Schmidt (von links), Tobias Samsel, Kommandant Michael Szobries, Christine Schubert und Bürgermeisterin Birgit Flörster sind gespannt auf das neue Löschgruppenfahrzeug, auf das die Einsatzkräfte über drei Jahre warten mussten. Foto: Tilo Keller
Symbolische Schlüsselübergabe: Thorsten Schmidt (von links), Tobias Samsel, Kommandant Michael Szobries, Christine Schubert und Bürgermeisterin Birgit Flörster sind gespannt auf das neue Löschgruppenfahrzeug, auf das die Einsatzkräfte über drei Jahre warten mussten. Foto: Tilo Keller
Feuerwehrkabarettist Gunter Nuth scherzte über die zunehmende weiblichen Kamaradinnen. Foto: Tilo Keller
Feuerwehrkabarettist Gunter Nuth scherzte über die zunehmende weiblichen Kamaradinnen. Foto: Tilo Keller
16.09.2018

Feuerwehrabteilung Öschelbronn gibt es seit 112 Jahren

Niefern-Öschelbronn. Die Feuerwehr Niefern-Öschelbronn – Abteilung Öschelbronn hat am Wochenende ihr 112-Jähriges Bestehen gefeiert. Mit dem außergewöhnlichen Jubiläum, das die Zahlen des Notrufs darstellt, sollte auch allgemein auf die Blaulichtorganisationen aufmerksam gemacht werden.

Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung ist auch das neue Löschgruppenfahrzeug LF10 offiziell an die Niefern-Öschelbronner Feuerwehr übergeben worden. „So sonnig wie der Tag, so gut gelaunt ist unsere Feuerwehr“, stellte Bürgermeisterin Birgit Förster zum Auftakt der feierlichen Fahrzeugübergabe fest. Sie lenkte den Blick zunächst auf einen alten Hydrantenwagen. „So rückten die Kollegen im Jahr 1930 aus“, sagte sie und wies dann auf das neue Fahrzeug hin. „Und so im Jahr 2018“.

Rund 390.000 Euro hat das Einsatzfahrzeug inklusive Ausstattung gekostet. 90.000 Euro kamen als Zuschuss vom Land. Bürgermeisterstellvertreter Erik Schweickert ergriff in seiner Funktion als Landtagsabgeordneter (FDP) das Wort. „Feuerwehrmann, Feuerwehrfrau bedeutet zu jeder Tages- und Nachtzeit auszurücken“, hob er das ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte hervor. Das neue Fahrzeug ersetzt ein Feuerwehrauto, das 37 Jahre gute Dienste geleistet hat, führte er weiter aus. „Wir hoffen, dass es wenig zum Einsatz kommt, und dass sie bei Einsätzen wohlbehalten zurückkommen“, wünschte er der Feuerwehrmannschaft.

Der Gemeinderatsbeschluss zur Anschaffung eines neuen LF10 wurde im September 2015 gefasst. „Die Phasen der Beschaffung waren vielfältig, schon vor dem Gemeinderatsbeschluss war Vorarbeit nötig“, sagte Gesamtkommandant Michael Szobries. Die europaweite Ausschreibung habe 100 Seiten eingenommen, deshalb sei auch ein Fachplaner nötig gewesen. Nach der Ausschreibung seien dann noch Einspruchsfristen einzuhalten gewesen. „Nach jahrelangem Warten können wir heute einen Schlusspunkt setzen“, freute er sich.

Präsentation anderer Helfer

Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe wurde das LF10 dann offiziell an die Einsatzabteilung in Niefern übergeben, die sich allerdings schon seit der Auslieferung im Juni mit der Ausstattung vertraut gemacht hat. Im Laufe des Sonntags erwartete die Gäste vor der Steighalle nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch einige Einsatzvorführungen der Hilfskräfte. Auch DRK und THW waren vertreten. Bereits am Samstagnachmittag war die zweitägige Veranstaltung mit einer internen Vortragsreihe zur Einsatzhygiene gestartet. Am Abend war Feuerwehrkabarettist Günter Nuth zu Gast. Nach 35 Jahren bei der Düsseldorfer Feuerwehr sorgte er mit so manchen Anekdoten für einen heiteren Abend in der Steighalle. So bezeichnete er die Feuerwache als größtes hormonbetriebenes Kraftwerk der Welt und bedauerte gewitzt, wie schön das Leben früher war, als die Feuerwehr noch eine Männerdomäne war. „Jetzt kommen immer mehr Frauen zur Feuerwehr und bewundern uns Männer nicht mehr“, stellte er fest. Humorvoll auch seine Tipps, wie man bei einem Wohnungsbrand reagieren sollte, nämlich zunächst die Finanzamtsunterlagen ins Feuer werfen und dann die Pelzmäntel fotografieren und ebenfalls ins Feuer geben. „Und dann sollten sie auch mal die Feuerwehr rufen“, so seine Empfehlung.