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Ohne Schutzanzug geht nichts, nachdem bei der Großübung die Menschen gerettet sind und die Bergung der Säure aus einem verunglückten Lkw bevorsteht. zachmann
Ohne Schutzanzug geht nichts, nachdem bei der Großübung die Menschen gerettet sind und die Bergung der Säure aus einem verunglückten Lkw bevorsteht. zachmann
Die Ausrüstung liefert die Berufsfeuerwehr aus Pforzheim, die Floriansjünger aus Remchingen die Manpower.
Die Ausrüstung liefert die Berufsfeuerwehr aus Pforzheim, die Floriansjünger aus Remchingen die Manpower.
Bei dem Szenario arbeiten die Freiwillige Feuerwehr Remchingen und die Berufswehr Pforzheim Hand in Hand.
Bei dem Szenario arbeiten die Freiwillige Feuerwehr Remchingen und die Berufswehr Pforzheim Hand in Hand.
29.09.2015

Feuerwehren Pforzheim und Remchingen üben Horrorszenario

Täuschend echt ist das Szenario am Abend auf der Ellmendinger Straße in Nöttingen. Immer wieder halten Leute auf Höhe des fingierten Unfalls an, fragen, ob Hilfe benötigt wird. Mit voller Wucht rast ein bewusstloser, von Nöttingen kommender Autofahrer in die Böschung.

Der entgegenkommende Lkw-Fahrer kann gerade noch ausweichen. Sein Brummi kommt kurz vor dem Ortseingang quer über die Straße zum Stehen. Dabei verschiebt sich dessen Ladung und ein Rinnsal giftiger Chromsäure, der durch die Schmuckindustrie häufig auf den Straßen des Enzkreises transportiert wird, plätschert von der Ladefläche gen Mühlbach.

Tatsächlich sind es 2 000 Liter dunkles Zuckerwasser, die Claus Gerber und Sebastian Stangl von der Freiwilligen Feuerwehr Remchingen in die großen Bottiche gemischt haben, damit ihre alarmierten Kameraden gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Pforzheim den Ernstfall mit Gefahrgut trainieren können. „Gerade weil wir aufgrund der nahen Lage zur Autobahn regelmäßig zu Verkehrsunfällen gerufen werden und dabei immer wieder Gefahrgut im Spiel sein kann, ist es wichtig, die speziellen Gerätschaften, die Pforzheim in solchen Fällen zur Verfügung stellt, zu kennen und das Zusammenspiel zu üben“, erklären die beiden.

Binnen Minuten sind die ersten Einsatzkräfte zur Stelle. Menschenrettung hat oberste Priorität, weshalb sie zunächst den durch Giftnebel benommenen Lkw-Fahrer in Sicherheit bringen und in der Dämmerung nach dem verunglückten Auto suchen. Die Karosserie aufzuschneiden und den Autofahrer rückenschonend zu retten, ist für die geübten Floriansjünger zwar anstrengend, aber an sich ein leichtes Spiel.

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 30. September, in der Pforzheimer Zeitung.