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Zum zweiten Mal zu Gast im Schloss Neuenbürg: Der junge Regisseur Alexander Bambach (Mitte), der erste filmerische Schritte auch bei PZ-news gemacht hat, stellte am zweiten Abend der Filmtage seinen Kurzfilm „Abseits“ vor (hier eine Szene auf der Leinwand). Das Team vom Förderkreis freute sich über seinen Besuch und die zahlreichen Gäste (von links): Ingrid Bürger, Sabine Schmid, Sigune Kröger, Gonny Westerkamp, Jana Huber und Gisela Voellner. Foto: Molnar
Zum zweiten Mal zu Gast im Schloss Neuenbürg: Der junge Regisseur Alexander Bambach (Mitte), der erste filmerische Schritte auch bei PZ-news gemacht hat, stellte am zweiten Abend der Filmtage seinen Kurzfilm „Abseits“ vor (hier eine Szene auf der Leinwand). Das Team vom Förderkreis freute sich über seinen Besuch und die zahlreichen Gäste (von links): Ingrid Bürger, Sabine Schmid, Sigune Kröger, Gonny Westerkamp, Jana Huber und Gisela Voellner. Foto: Molnar
26.03.2017

Filmtage im Schloss Neuenbürg: Reisegeschichten auf der Leinwand

Neuenbürg. Pilgern mit verhassten Geschwistern oder mit einer Kuh übers Mittelmeer bis nach Paris – bei den 16. Filmtagen im Schloss Neuenbürg drehte sich am Wochenende alles ums Reisen und Unterwegssein. Zwei französische Komödien und ein amerikanisches Roadmovie standen auf dem Programm, das von einem zehnköpfigen Team des Förderkreises Kultur im Schloss auf die Beine gestellt wurde. „Dieses Mal kam uns die Idee beim Filme-schauen“, erzählte Vorsitzende Gonny Westerkamp, die sich bei der Abendbetreuung mit ihrer Stellvertreterin Sabine Schmid abwechselte. „Wir wollen die Arbeit mehr aufteilen“, so die zweite Vorsitzende.

Rund 40 Zuschauer kamen zum Eröffnungsfilm „Saint Jacques, Pilgern auf Französisch“, der sich auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela abspielte und das Publikum durch seinen Charme, Witz und die Landschaftsbilder beeindruckte. Kurzfristig übernahm Jana Huber vom „Theater im Schloss“ die Technik, auf dem Flur duftete es nach Quiche Lorraine. „Wir mögen französische Komödien“, sagten Alexandra Schmidt und Thorsten Klatte aus Kieselbronn, die durch die „Pforzheimer Zeitung“ auf die Filmtage aufmerksam wurden. Nicht zum ersten Mal dabei waren Hildegard Nied und Isolde Schulz-Buch aus Neuenbürg: „Die Filmauswahl und das Ambiente sind immer gut, wir wollen das unterstützen.“

Bevor es losging, sorgte Wolfgang Bürger für eine Überraschung: „Will jemand Eis“, rief er. Und ob: Wie warme Semmeln verschwanden die kalten Leckereien aus seiner Kühltasche. Auch der preisgekrönte Kurzfilm „Abseits“, den der gebürtige Birkenfelder Alexander Bambach bei München drehte (die PZ berichtete), war gefragt. Rund 100 Besucher verfolgten die Geschichte über die Angst und Aufgeschlossenheit gegenüber Flüchtlingen, stellten Fragen zum Werdegang, Filminhalt oder wie man zu den Schauspielern komme. „Die Reaktionen waren sehr positiv“, freute sich der 25-Jährige, der auf der Durchreise nach Hamburg war.

Applaus nach den Filmen

Das Publikum blieb auch zum Hauptfilm „Unterwegs mit Jacqueline“, zu dem Linsensalat und andere orientalische Speisen serviert wurden. Die zum Film passende Bewirtung ist eines der Markenzeichen der langjährigen Veranstaltung, die gestern mit dem anspruchsvollen US-Drama „The Straight Story. Eine wahre Geschichte“ zu Ende ging. „Ich bin begeistert. Schön war, dass dieses Mal nach den Filmen applaudiert wurde“, so Westerkamp.