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Mit vereinten Kräften gegen Hochwasser: Im Juni 2013 mussten Anwohner des Arnbachs in Ellmendingen genauso kämpfen wie die Menschen in Remchingen, Königsbach und anderswo. An Gegenmaßnahmen wird noch immer getüftelt. Foto: PZ-Archiv
Mit vereinten Kräften gegen Hochwasser: Im Juni 2013 mussten Anwohner des Arnbachs in Ellmendingen genauso kämpfen wie die Menschen in Remchingen, Königsbach und anderswo. An Gegenmaßnahmen wird noch immer getüftelt. Foto: PZ-Archiv
12.10.2016

Fingerzeige gegen die Fluten - Region feilt am Hochwasserschutz

Keltern/Enzkreis. Mit der verheerenden Kraft eines Hochwassers kennt sich Hannelore Tollot aus. Die Ellmendingerin lebt direkt am Arnbach auf dem Areal einer früheren Mühle. Immer wieder erlebte sie Land unter. „1994/95 und 1997 war es bei uns am Schlimmsten“, sagt sie.

Einmal wurde ein angebautes Vordach am Mühlengebäude einfach vom Wasser mitgerissen. Erst an der Brücke beim Gasthaus „Traube“ blieb es hängen. Als Fluten die Gemeinde am 1. Juni 2013 zuletzt mit Wucht trafen, griffen einige Gegenmaßnahmen der Tollots. Allerdings ist der Uferhang stark unterspült. Keltern will diesen Hang sichern. Die erste Ausschreibung ist allerdings gescheitert. Im Frühjahr nimmt man den zweiten Anlauf. Gebaut werden könnte die Sicherung wegen Vorschriften erst im Herbst 2017, so Bürgermeister Steffen Bochinger. Die Tollots harren ohne große Ängste aus: „Solange kein Hochwasser kommt...“

Was tun gegen Fluten? Diese Frage treibt derzeit viele Kommunen um. Keltern informierte am Mittwochabend die Bürger in der Dietlinger Speiterlinghalle, welche Vorschläge das Ingenieurbüro „Wald + Corbe“ dazu macht. Die Experten haben dafür gründlich untersucht, wo die gefährdeten Punkte bei extremem Regen oder bei hohen Flusspegeln liegen. Manche sind alte Bekannte, so Bochinger. Der Bereich beim Sportplatz des 1. FC Dietlingen zum Beispiel. Tatsächlich sähen die Experten dort Handlungsbedarf, bei starkem Regen das Wasser zweier Gräben zurückzuhalten und einen Abfluss zu schaffen. Ein zweiter Ansatzpunkt ist eine Vergrößerung des Regenrückhaltebeckens zwischen Gräfenhausen und Grenzsägmühle. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.