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Ökologische Maßnahmen vor dem eigentlichen Ausbau der A 8 im Enztal: In Eutingen beim Rattachsteg (links) wird die Enz verbessert, in Nieferns Enzauen werden Wiesenflächen geschaffen.  Ketterl
Ökologische Maßnahmen vor dem eigentlichen Ausbau der A 8 im Enztal: In Eutingen beim Rattachsteg (links) wird die Enz verbessert, in Nieferns Enzauen werden Wiesenflächen geschaffen. Ketterl
21.09.2016

Fische, Falter und die Vorfahrt vor der A8 - Erst die Natur, dann kommt die Straße

Ein großes Kaliber ist der Ausbau der Autobahn im Enztal. Rund fünf Jahre werden die Baufirmen benötigen, um die A8 von vier auf sechs Spuren zu verbreitern. Richtig los geht es erst in zwei Jahren – dann kommen die Baufirmen mit Baggern und Speziallastwagen für die Erdtransporte. Für das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe, verantwortlich für die Arbeiten, hat der Ausbau im Grunde aber schon begonnen.

Im Frühjahr wurde das Baufeld erforscht, für das RP galt das als Startschuss des Ausbaus. „Am Montag, 26. September, beginnen nun weitere Maßnahmen für den A8-Ausbau“, sagen die Planer des RP. Es geht aber nicht um die Fahrbahnen, sondern um Ausgleichsflächen, die in Eutingen an der Enz beim Rattachsteg sowie in den Nieferner Enzauen geschaffen werden. Diese Arbeiten sollen die Eingriffe in den Natur- und Landschaftsschutz durch die künftig breitere Autobahntrasse abfedern.

Der eigentliche Umbau der Straße ist für Ende 2018 vorgesehen. Für das Großprojekt gibt das Bundesverkehrsministerium nach ersten Berechnungen 150 Millionen Euro aus.

Die Pläne des Landes für den Lärmschutz der Anwohner in Kieselbronn, Eutingen und Niefern-Öschelbronn waren zehn Jahre lang heftig umstritten. Erst Ende 2014 einigten sich die Kommunen mit dem RP auf einen Kompromiss. Bis Ende des Jahres wird in Eutingen das Enz-Gewässer verbessert – für den Strömer-Fisch im Fluss. Sechs Buhnen aus Stein, eine Art kleine Dämme, mehrere Strudellöcher für Fischunterstände sowie ein rund 250 Meter langer Nebenarm zwischen der Enz und dem Hochwasserdamm werden angelegt, so RP-Sprecher Joachim Fischer. Die Ufer werden neu bepflanzt.

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