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08.05.2018

Flächennutzungsplan soll überarbeitet werden: Straubenhardt der Zukunft wird entworfen

Strauubenhardt. Mit den Worten „Wir müssen reden...“ beginnt meist nichts Gutes. Gut gemeint hat es aber die Gemeinde Straubenhardt, die eine Reihe von Bürgergesprächen unter diesen Titel gestellt hat. Einwohner hatten sich im Vorfeld eine stärkere Einbindung gewünscht. Der Flächennutzungsplan (FNP) war das Thema des Abends am Montag in der Festhalle Langenalb vor 50 Interessierten.

Die Gemeinde hat vor, den FNP aus dem Jahr 2008 zu überarbeiten. Er regelt unter anderem, welche Flächen als Wohn- oder Gewerbegebiete ausgewiesen werden können. Noch, so stellte Bürgermeister Helge Viehweg klar, habe man weder Entscheidungen getroffen noch Verfahrensschritte eingeleitet. Straubenhardt ist ausverkauft. Kein einziges Wohn-Grundstück hat die Gemeinde zu verkaufen – und das bei hoher Nachfrage. Bei Gewerbeflächen sieht es nicht besser aus: „Wir haben noch zwei Grundstücke, das ist für die Entwicklung einer erfolgreichen Gemeinde ein wenig riskant“, sagte Viehweg.

Die Stimmung war angespannt, die Fragerunde auch ein Ventil für Unzufriedenheit. Eine Zuhörerin forderte etwa eine Bürgerbefragung dazu, ob die Gemeinde überhaupt wachsen möchte oder nicht. Viehweg blieb ruhig, souverän und ermutigte die Bürger, ihre Bedenken mitzuteilen. Eines sei aber klar, sagte er mit Blick auf die „neue veränderte Demokratielandschaft“: „Bei 11000 Bürgern werden wir es nicht schaffen, dass nachher alle einverstanden sind.“

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