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Tierische Mitbewohner: Wer im Heimsheimer Lailberg II bauen will, muss beim Bau seines Hauses ein Fledermausquartier einplanen. Foto: dpa/Spata
Tierische Mitbewohner: Wer im Heimsheimer Lailberg II bauen will, muss beim Bau seines Hauses ein Fledermausquartier einplanen. Foto: dpa/Spata
11.09.2018

Fledermäuse dürfen einziehen: Heimsheim erlässt Kriterien für Grundstückskäufer

Heimsheim. Der Gemeinderat Heimsheim übernimmt in Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle beim Natur- und Artenschutz. Käufer der 107 städtischen Bauplätze im Baugebiet Lailberg II verpflichten sich, an ihren Fassaden in mindestens fünf Metern Höhe ein selbstreinigendes Fledermausquartier einzubauen.

Alternativ können entsprechende „Aufputzvarianten“ verwendet werden. Den Antrag der Fraktion „Bürger für Heimsheim“ erhielt sieben Ja-Stimmen unterstützt von SPD, Stefan Adelmann (Freie Wählervereinigung) und von Bürgermeister Jürgen Troll, fünf Gegenstimmen und eine Enthaltung und fand damit eine Mehrheit in der jüngsten Sitzung.

Für Neubauten ist die Regelung Neuland. Vorgaben gibt es in Baden-Württemberg nur für alte Gebäude, die saniert werden und Fledermäuse beheimaten. Auf dem Lailberg gibt es fünf verschiedene Fledermausarten. Kostenpunkt der Quartiere liegt je nach Variante zwischen 60 bis 200 Euro. „Das sind Peanuts, wenn es um den Artenschutz geht“, sagte Gemeinderat Martin Häcker (BfH), der bei der Oberen Naturschutzbehörde in Karlsruhe als ehrenamtlicher Fledermausfachkundiger registriert ist. Die Stadt habe durch Lailberg II einen Bestand von alten, höhlenreichen Bäumen als Lebensraum von Fledermäusen zerstört. Der Kot, der trocken aus den Quartieren falle, könne als Dünger verkauft werden, warb Häcker

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