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08.06.2009

Flucht aus Königsbach: Jungbullen schnuppern Zugluft

Wildwest in Königsbach: Am Sonntag lieferten sich Jungbullen, Rinderhalter, Polizisten und Wildpark-Mitarbeiter eine wilde Verfolgungsjagd in Königsbach. Aus einem Gehöft bei Königsbach waren 16 Rinder entlaufen – und das ausgerechnet in Richtung Bahngleise im Bereich Neubaugebiet „Steidig“. Noch immer sind etliche Rinder auf der Flucht, doch die Verfolger sind ihnen auf der Spur.

Nach dem ersten Alarm verlegte die Polizei mehrere Streifenfahrzeuge in den Bereich Bahngleise/Steidig, um die Tiere aufzufinden. Sogar ein Polizeihubschrauber war ab 16 Uhr in den Einsatz eingebunden. Der Besitzer der Tiere hatte in der Zwischenzeit mehrere Suchtrupps zusammengestellt, die ebenfalls versuchten, die flüchtigen Tiere wieder einzufangen. Da die entlaufenen Tiere den Bahnverkehr gefährdeten, musste die vorbeifahrenden Züge die Geschwindigkeit drosseln.

Mitarbeitern des Wildparks Pforzheim gelang es um 17.20 Uhr, zwei Tiere mit einem Betäubungsgewehr zu betäuben. Diese Jungbullen schnuppern bereits wieder den vertrauten Stallgeruch. Zwei weitere Tiere hatten weniger Glück. Da sie eine akute Gefährdung für den Bahnverkehr darstellten, mussten sie durch eingesetzte Jäger erlegt werden. Im weiteren Verlauf der Suchaktion konnten zwei weitere Jungbullen lebendig und wohlbehalten eingefangen werden. Zum Abschluss der Suchmaßnahmen um 0.41 Uhr waren noch zehn Tiere „auf freiem Fuß“.

Am Montagmorgen dann war es dann für zwei weitere Ausbrecher vorbei mit der ungewohnten Freiheit. Bereits um 5 Uhr setzte der Besitzer der Rinder seine Suche fort. Um 10.40 Uhr wurden zwei Tiere auf den Gleisen östlich des Bahnhofes Königsbach, beim dortigen Viehweg gesichtet. Die eingesetzten Polizeibeamten, Helfer sowie verständigte Mitarbeiter des Tierparks Pforzheim versuchen im Lauf des Montages die restlichen Tiere noch einzufangen.

Die Polizei bittet die Verkehrsteilnehmer, auf die flüchtigen Rinder im Bereich Königsbach-Stein/Remchingen zu achten und die Geschwindigkeit der Gefahr anzupassen. Hinweise auf die entlaufenen Rinder nimmt jede Polizeidienststelle im betroffenen Bereich oder auch über den Notruf 110 entgegen.