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Mitglieder des „Runden Tischs Asyl“ möchten das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinschaftsunterkunft im Fischweier verstärken. Foto. Weber
Mitglieder des „Runden Tischs Asyl“ möchten das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinschaftsunterkunft im Fischweier verstärken. Foto. Weber
18.11.2015

Flüchtlinge im Fischweier fühlen sich alleingelassen

Derzeit sind es 43 junge Männer, überwiegend unter 25 Jahren, aus Gambia, Kamerun, Pakistan und Syrien, die dort zunächst für etwa zwei Jahre bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens eine Bleibe gefunden haben. Neben der sozialpädagogischen Betreuung über eine Heimleitung vor Ort waren es in den ersten Monaten zahlreiche Karlsbader Bürgerinnen und Bürger, die mit großem ehrenamtlichem Engagement in vielfältiger Weise Hilfestellungen leisteten.

Dazu zählten zweimal wöchentlich Sprachunterricht, Sommerfeste, ein Weihnachtsfest, Spielnachmittage bis zur Begleitung bei Ämter- oder Arztbesuchen.

Mit der Belegung des ehemaligen Hotel Maxx im Ittersbacher Industriegebiet „Stöckmädle“ im Sommer vergangenen Jahres, wo heute rund 200 Flüchtlinge, überwiegend Familien, untergebracht sind, hat sich das ehrenamtliche Engagement deutlich nach dort verlagert. In Karlsbad sind es aktuell immerhin rund 80 Personen, die sich unter dem Dach „Runder Tisch Asyl“ um die Belange der Asylanten ehrenamtlich engagieren. Aus diesem Kreis startete nunmehr Christiane Schwarz zusammen mit Nicole Büttner-Thiel, Bernd Rehmke und Stefanie Knoth mit einem Begegnungsnachmittag bei Kaffee und Kuchen mit Musik eine „Wiederbelebung“ der ehrenamtlichen Betreuung in der Unterkunft im „Fischweier“. Es sei ganz wichtig, dass der Sprachunterricht, der vorübergehend unterbrochen war, wieder stattfinde. Wichtig ist laut Christiane Schwarz ebenso die Hausaufgabenbetreuung bis zur Vermittlung von Praktikantenstellen. Dies gilt auch für Gemeinschaftsveranstaltungen, wobei hier die „reine Männerbelegung“ die Sache nicht einfacher mache. „Im Fischweier sei man soliert. Es gebe keine Netzverbindung.

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