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Für Flüchtlingskinder – hier ein Bild aus einer Erstaufnahmeeinrichtung – fehlt in kleinen Orten wie jetzt in Wurmberg oft Platz in Kindergärten. Foto: dpa
Für Flüchtlingskinder – hier ein Bild aus einer Erstaufnahmeeinrichtung – fehlt in kleinen Orten wie jetzt in Wurmberg oft Platz in Kindergärten. Foto: dpa
28.02.2016

Flüchtlinge ziehen in Wohncontainer - Kaum Kita-Plätze in Wurmberg

„Die Wohncontaineranlage an der Öschelbronner Straße ist mit 54 Personen bereits vollständig belegt“, informierte Bürgermeister Jörg-Michael Teply den Gemeinderat Wurmberg. Denn das Landratsamt Enzkreis habe bereits den künftigen Nachwuchs zweier schwangerer Frauen berücksichtigt. Acht Familien, von denen sechs Familien sieben Personen umfassen und zwei sechs Personen, leben jeweils in einer eigenen Wohneinheit. Der Gemeinderat segnete nun offiziell den Grundstücksmietvertrag zwischen der Gemeinde Wurmberg und dem Landratsamt Enzkreis für eine Teilfläche des Grundstücks an der Öschelbronner Straße 62/1, nahe des Bauhofs ab. Auf diesem Grundstück sind die Container aufgestellt worden.

Für die Errichtung und den Betrieb der Wohncontaineranlage zur Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen sei ein Grundstücksmietvertrag zwischen dem Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Landratsamt Enzkreis, und der Gemeinde Wurmberg nötig. Das Mietverhältnis endet am 31. Dezember nächsten Jahres. Monatlich bezahlt der Enzkreis eine Miete in Höhe von 315 Euro.

Derzeit leben in der Wohncontaineranlage drei Familien aus Afghanistan, zwei stammen aus dem Irak und jeweils eine Familie kommt aus Syrien, dem Iran und aus Mazedonien. In der Anlage leben derzeit 18 Erwachsene und 36 Kinder beziehungsweise Jugendliche. Von den 36 Minderjährigen sind insgesamt zwölf Kinder im Kindergartenalter sowie fünf Kinder im Grundschulalter. Dieser Umstand stellt die Gemeinde besonders in Sachen Kindergarten vor Probleme. Der Grund: Es gibt in den Einrichtungen in der 3100-Einwohner-Gemeinde nicht genügend Plätze, um alle Flüchtlingskinder aufnehmen zu können. Von Sprachbarrieren und einem unterschiedlichen Leistungsniveau berichtete der Gemeinderat und Grundschulrektor Erwin Heger.

Bürgermeister Jörg-Michael Teply dankte außerdem dem ehrenamtlichen Freundeskreis Asyl, dem auch zwei Gemeinderäte angehören, für sein großes Engagement. Allerdings könne der Kreis noch weitere Helfer und Unterstützer gebrauchen.