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Einzug von Flüchtlingen in Keltern im Dezember: Noch immer braucht der Enzkreis ständig neue Unterkünfte. Foto: Marx, Archiv
Einzug von Flüchtlingen in Keltern im Dezember: Noch immer braucht der Enzkreis ständig neue Unterkünfte. Foto: Marx, Archiv
22.03.2016

Flüchtlingskrise: Enzkreis fühlt sich unter Druck gesetzt

Enzkreis/Friolzheim. Aus dem Landratsamt kommt Kritik an der Steuerung der Flüchtlingszahlen durchs Integrationsministerium. Nicht alle Kreise seien gleich fleißig – und das Land entlaste sich zu früh.

Zwei Alu-Leichtbauhallen als Schlafquartiere für je 40 Flüchtlinge entstehen auf einem privaten Grundstück im Friolzheimer Gewerbegebiet Steinäcker Ost: So sieht der jüngste Plan des Enzkreises für eine vorläufige Asyl-Unterkunft aus. In diesem Fall ist es eine weitere Lösung auf Zeit, weil rechtlich im Gewerbegebiet nur eine auf höchstens drei Jahre befristete Genehmigung für Wohnraum möglich ist.

Das aktuellste Beispiel zeigt, dass der Druck auf den Enzkreis, immer neue Asylunterkünfte zu schaffen, nicht viel kleiner geworden ist – obwohl zuletzt die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, drastisch gesunken ist. Bei den Stadt- und Landkreisen ist diese Entwicklung noch längst nicht in vollem Umfang angekommen, weil das Land seine großen Erstaufnahmeeinrichtungen leert und immer weiter Menschen verteilt. Aktuell muss der Enzkreis so 30 Asylbewerber im ehemaligen Übergangswohnheim in Mühlacker und weitere in verschiedenen Wohnungen unterbringen. Ende April soll die neue Unterkunft in Illingen fertig werden, die Gewerbehalle in Ötisheim erweitert und ein Objekt in Engelsbrand geschaffen sein.

Während die Wohnraum-Hatz also wie bereits seit Monaten weitergeht, wächst im Landratsamt der Ärger darüber, dass ein Teil dieses Drucks im Land hausgemacht sei. Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.