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Besonders die alten Maschinen zogen viele Blicke auf sich. 
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Die Boeing Stearman stößt auf großes Interesse beim Flugplatzfest in Mühlacker. Tilo Keller 
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Auch Segelflieger gab es zu bestaunen. 

Flugplatzfest in Mühlacker lockt mit tollem Programm viele Gäste an

Die Fliegerei ist ein Faszinosum, das die Menschen seit ewigen Zeiten umtreibt. Und der Wunsch, scheinbar schwerelos durch die Lüfte zu schweben, hat nichts von seiner Strahlkraft verloren – auch nicht in Zeiten, in denen sich viele Menschen überlegen, auf Flugreisen zu verzichten, um der Umwelt zu helfen.

Wie sehr es die Massen noch immer begeistert, mit Segelfliegern über die Region zu gleiten oder mit Propellermaschinen einen Rundflug zu starten, hat dieses Wochenende wieder einmal eindrucksvoll bewiesen. Das Flugplatzfest in Dürrmenz ist seit Jahrzehnten ein Publikumsmagnet – und wenn, wie in diesem Jahr, auch noch das Wetter mitspielt, schnellen die Besucherzahlen noch einmal deutlich in die Höhe. Am Ende sind es laut Veranstaltern mehr als 10 000 Besucher gewesen.

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Flugplatzfest in Mühlacker lockt die Massen

Zu bestaunen gab es auch für all jene, die zwar Flugzeuge und die mit ihnen verbundene Technik schätzen, aber an Höhenangst leiden, auch vom Boden aus allerlei: So waren verschiedenste (teils historische) Maschinen vor Ort, so gab es etliche Modellflugzeuge zu sehen oder aber atemberaubende Kunststücke von Piloten, denen selbst waghalsigste Manöver gelangen.

Wer nicht an Flugangst leidet, konnte sich zu Rundflügen in eine der Maschinen setzen und den Enzkreis aus der Vogelperspektive erleben oder sich gar zu Tandem-Fallschirmsprüngen anmelden.

So war gewährleistet, was den Veranstaltern rund um Flugsportclub-Chef Jürgen Klemm stets das oberste Anliegen ist: Das Fest soll der gesamten Familie Spaß machen. Und sollte sich tatsächlich ein junger Besucher so gar nicht für die Fliegerei begeistern können, gab es mit Kinderschminken und Ponyreiten ein Alternativprogramm.

Rund 90 Helfer des Vereins sorgten dafür, dass sich die Gäste rundum wohlfühlen konnten. Und die Atmosphäre am Hangenstein oberhalb von Dürrmenz mit einer herrlichen Panoramasicht auf Mühlacker tat ihr Übriges.

Jede Menge startende oder landende Flugzeuge bewirkten zudem bei manchem Besucher den Effekt, sich zu fragen, ob man tatsächlich bei einem Fest vorbeischaue oder nicht etwa doch mitten hinein in den Betrieb eines Flughafens gelangt ist. Dazu gehörte auch, dass es nicht nur viel zu sehen, sondern auch zu hören gab: „Alles, was Krach macht, ist interessant“, sagte der Senderstädter Rainer Häcker, der mit seiner Familie das bunte Flugtreiben mit Volksfestatmosphäre auf der Höhe sichtlich genoss.

Und auch Flugsportclub-Chef Klemm zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung, die beste Werbung für den Verein bot. Dieser ist mit aktuell rund 130 Mitgliedern, davon 70 Aktiven und 30 Jugendlichen, zwar gut aufgestellt – doch über weitere Flugsportbegeisterte würde man sich am Hangenstein selbstredend freuen.