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Haben gute Karten: Der stellvertretende Forstamtsleiter Andreas Roth (links) und der zuständige Umwelt-Dezernent des Enzkreises, Daniel Sailer, behalten den Überblick über die Wald-Einteilung im Enzkreis.  Foto: Moritz 

Forst muss sich nach großem Umbruch neu organisieren: Im Wald hat sich dadurch einiges verändert, auch personell

Enzkreis. Aus eins mach zwei – so könnte man die Forstneuordnung knapp zusammenfassen. Was bis zum 1. Januar unter einem Dach gebündelt war, ist nun in zwei Zuständigkeitsbereiche gespalten: Um den Staatswald kümmert sich die neue Landesanstalt des öffentlichen Rechts, Forst BW, für den kommunalen Wald sind weiter die Gemeinden zuständig. Die meisten haben mit allen Aufgaben rund um Forstpflege und Holzverkauf den Enzkreis beauftragt. Und dort ist man momentan dabei, sich in den neuen Strukturen zurechtzufinden – nicht ganz ohne Anlaufschwierigkeiten.

„Bei zwei Organisationen kann es nicht mehr Synergieeffekte geben, als vorher bei einer – das war klar“, sagt der stellvertretende Forstamtsleiter Andreas Roth. Von einem „Riesen-Umbruch“ spricht Dezernent Daniel Sailer. Die Reviere mussten neu zugeschnitten werden, aus 23 wurden 15 im Enzkreis. Auch Stellen waren neu zu besetzen. Ein Teil der Belegschaft ist mitsamt dem Staatswald zu Forst BW gewechselt. Erst ab kommender Woche ist das Team des Forstamts wieder komplett

Vor allem mache aber die Doppelstruktur zu schaffen. Neue Ansprechpartner, neue Zuständigkeiten und immer die Frage: Wessen Aufgabe ist das jetzt eigentlich? War einst ein Förster für eine Gemarkung zuständig, sind es jetzt zwei. Und fällt ein Baum im Staatswald auf eine Kreisstraße – da kann es gut sein, man nähert sich dem Stamm von zwei Seiten. Vieles muss sich einspielen, schließlich überlappen sich im Enzkreis gleich drei kreisübergreifende Landesbetriebsstellen von Forst BW. Stadt, Enzkreis und drei Staatswaldbehörden – nicht einfach, den Überblick zu behalten.

Mehr über die Auswirkungen der Forstreform lesen Sie am Freitag, 14. Februar, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.