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Im Frühjahr könnten die Arbeiten am neuen Kreisel an der Schömberger Ortsdurchfahrt beginnen. Dafür ist eine Vollsperrung nötig, wie bei der Gemeinderatssitzung angekündigt wurde. Foto: von Zepelin
Im Frühjahr könnten die Arbeiten am neuen Kreisel an der Schömberger Ortsdurchfahrt beginnen. Dafür ist eine Vollsperrung nötig, wie bei der Gemeinderatssitzung angekündigt wurde. Foto: von Zepelin
29.11.2017

Freie Fahrt für Kreisel-Bau in Schömberg

Schömberg. Die Kreisel-Pläne an Schömbergs neuralgischem Verkehrspunkt sollen weiter verfolgt werden. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung bei einer Enthaltung beschlossen. Der Vorteil des Standorts am Abzweig von der Ortsdurchfahrt zum Kurhaus: Hier können nicht nur die Verkehrsströme zur Neuen Mitte gelenkt werden, deren Bau in vollem Gange ist. Hier wird auch die Stelle entschärft, an der es immer wieder zu langen Staus kommt – bei der jüngsten Umleitung war das Problem offensichtlich. „Wir müssen in dem Bereich etwas tun“, betonte Bürgermeister Matthias Leyn. Er sicherte aber auch zu, für Kompromisse offen zu sein.

Hintergrund: In der Sitzung gab es Proteste von einem Anlieger. Lothar Theurer vom Haushaltswarengeschäft Bäuerle kritisierte vor allem die geplante Einbahnstraßenregelung an der Hugo-Römpler-Straße. Die Änderung mache ihm die Zufahrt zu seiner Garage praktisch unmöglich. Die Einbahnstraße sei nicht zwingend, meinte der Bürgermeister auf Nachfrage von Andreas Ehnis. Der CDU-Gemeinderat warnte auch davor, den Zugang zur Volksbank zu erschweren. „Das Areal sollte nicht zur Insel werden.“ Gerold Kraft, Fraktionschef der Unabhängigen Wählervereinigung, meinte, es seien zwar noch einige Punkte zu klären, aber dafür gebe es sicher eine Lösung. Ziel sei, die Gemeinde als Einkaufsort zu stärken.

Ende 2018 Fertigstellung

Der Bau eines Kreisels wurde nötig, damit die Einkaufsmärkte der Neuen Mitte angefahren werden können. Beim ersten anvisierten Standort näher am Zentrum erwies sich der Grunderwerb als schwierig, deshalb schied er aus. Nachdem die Gemeinde das Grundstück „Alte Linde“ gekauft und das Gebäude abgerissen hatte, konnte man auf das jetzige Areal ausweichen. Der Kreisel soll fertig sein, wenn die Einkaufsmärkte Ende 2018 eingeweiht werden. „Wir sollten unsere Hausaufgaben erfüllen“, so der Bürgermeister.

Bernhard Siebner und Heiko Panther von den Weber-Ingieuren stellten die Planung vor, die in dieser Form genehmigungsfähig ist. Danach ergeben sich Änderungen für die Hugo-Römpler-Straße. Sie ist derzeit von der Ortsdurchfahrt getrennt und nur für Anlieger befahrbar. Künftig soll sie eine Verbindung zur Neuen Mitte sein. Die Kosten für den Kreisel betragen insgesamt knapp 1,3 Millionen Euro. Davon entfallen 700.000 Euro auf den Straßenbau, der restliche Betrag verteilt sich auf den Austausch des Kanalsystems (220.000 Euro), der Erneuerung der Wasserleitungen (140 000 Euro) und den Arbeiten an Medienleitungen (230.000 Euro). Wie berichtet, wird sich der Investor der Neuen Mitte mit einem Pauschalbetrag in Höhe von 525.000 an den Kreisel-Kosten beteiligen. Vom Land werden jedoch keine Mittel fließen, Schömberg muss also 765.000 Euro tragen.