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Freispruch für Angeklagten: Vergewaltigungsvorwürfe lassen sich vor Pforzheimer Schöffengericht nicht beweisen

Pforzheim. Im Zweifel für den Angeklagten, auch wenn ein ungutes Gefühl bleibt“, so lautete die Urteilsbegründung des Pforzheimer Richters und Amtsgerichtsdirektors Oliver Weik, der im Vergewaltigungsprozess am Dienstag vor dem Schöffengericht einen 30-jährigen Rumänen freisprach.

„Vielleicht wird das ungute Gefühl dadurch etwas vermindert und vertrieben, wenn man weiß, dass die beiden eine gemeinsame Zukunft planen“, ergänzte der Richter. Am Ende blieb von der Anklage wegen Vergewaltigung, Freiheitsberaubung samt Körperverletzung nichts mehr übrig. Denn die Verlobte des Angeklagten, der mit ihr im östlichen Enzkreis wohnt und als Paketzusteller arbeitet, hatte von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht. Somit durften auch ihre früheren Aussagen zu den Tatvorwürfen nicht in die Urteilsfindung einfließen, obgleich der Richter diese aus der Akte kennt. Auch Staatsanwalt Sven Baumgart blieb nur übrig, auf Freispruch zu plädieren. Fest steht, es konnte nicht genau ermittelt werden, was sich im August 2018 in der Wohnung des Paares abgespielt hatte. Verschiedene Szenarien sind denkbar und körperliche Verletzungen gab es auf beiden Seiten, darunter Schürfwunden, Kratzspuren, Bisswunden und Prellungen – aber keine Verletzungen im Genitalbereich der Frau.

Mehr über das Urteil im Vergewaltigungsprozess lesen Sie am Mittwoch, 1. Juli, in der „Pforzheimer Zeitung - Ausgabe Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news.