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Vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung wurden am Amtsgericht Pforzheim drei junge Männer freigesprochen.
Freispruch nach Faschingsschlägerei in Remchingen © dpa
11.04.2011

Freispruch nach Faschingsschlägerei in Remchingen

ENZKREIS. Vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung wurden am Amtsgericht Pforzheim drei junge Männer freigesprochen. Eine Schuld konnte nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. „Halle voll, Leute voll und eine typische Schlägerei zwischen Betrunkenen“, beschreibt Richterin Stephane Ambs das Geschehen in und rund um die Faschingsveranstaltung in Remchingen-Singen im Februar des vergangenen Jahres.

Bei einem vorangegangenen Streit wollte das spätere Opfer schlichtend eingreifen und soll dabei zur Zielscheibe der Angeklagten geworden sein. Der Geschädigte verlor kurzzeitig das Bewusstsein, musste stationär im Krankenhaus aufgenommen und dort in ein künstliches Koma versetzt werden. Der Geschädigte selbst betonte vor Gericht zwar immer wieder, dass zumindest zwei der beschuldigten Männer auf ihn eingedroschen hätten, doch aufgrund zahlreicher Widersprüche im Tatgeschehen und der damaligen eigenen Alkoholisierung von 2,37 Promille konnte der junge Mann dem Gericht seinen Vorwurf nicht ausreichend glaubhaft vermitteln.