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Im September wird die Wimsheimer Feuerwehr zu einem Brand der Trafostation beim Friedhof gerufen. Beim Eintreffen steht die Station bereits in Vollbrand. Der Einsatz war im wörtlichen Sinne spannend, da zu Beginn unklar war, ob und welche Spannung, 20.000 Volt oder 400 Volt, noch an der Station vorhanden ist. Foto: Feuerwehr
Im September wird die Wimsheimer Feuerwehr zu einem Brand der Trafostation beim Friedhof gerufen. Beim Eintreffen steht die Station bereits in Vollbrand. Der Einsatz war im wörtlichen Sinne spannend, da zu Beginn unklar war, ob und welche Spannung, 20.000 Volt oder 400 Volt, noch an der Station vorhanden ist. Foto: Feuerwehr
Die neue Landesehrung für mindestens 50 Jahre Dienstleistung bekommen Heiner Lauser (Dritter von links) und Fritz Dihlmann (Vierter von links). Mit ihnen freuen sich (von links) Bürgermeister Mario Weisbrich, der stellvertretende Feuerwehrverbandsvorsitzende Klaus Riekert, der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Szobries und Kommandant Axel Heinstein.
Die neue Landesehrung für mindestens 50 Jahre Dienstleistung bekommen Heiner Lauser (Dritter von links) und Fritz Dihlmann (Vierter von links). Mit ihnen freuen sich (von links) Bürgermeister Mario Weisbrich, der stellvertretende Feuerwehrverbandsvorsitzende Klaus Riekert, der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Szobries und Kommandant Axel Heinstein.
13.01.2019

Freiwillige Feuerwehr Wimsheim: Firmenkooperation und Bauprojekt im Visier

Das zurückliegende Jahr verlief für die Wimsheimer Feuerwehr mit zwölf Einsätzen eher ruhig. Einmal war die Führungsunterstützungseinheit gefordert, die übrigen Einsätze verteilen sich auf vier Brände und sieben Hilfeleistungen. In einem Fall wurde Überlandhilfe aus Mönsheim in Anspruch genommen, dreimal haben die Wimsheimer Feuerwehrleute Überlandhilfe geleistet.

AUS DEM BERICHT:

Im Jahr 2018 hat die Freiwillige Feuerwehr Wimsheim mit nur zwölf Einsätzen ein ruhiges Jahr gehabt. Allerdings startete auch die Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgebäudes. Dafür waren zunächst der Abriss eines Nachbargebäudes und der Ausbau des Pflasters durch Eigenleistung der Feuerwehrmitglieder erforderlich. Inzwischen ist die Baugrube ausgehoben und mit der Gründung der Fundamente begonnen worden. Leider hängt das Projekt bereits in der ersten Bauphase etwa sieben Wochen hinter dem Bauzeitplan, da der Bauunternehmer in Absprache mit der Gemeinde ein anderes Projekt vorgezogen habe, wie auf der Versammlung zu erfahren war.

DER KOMMANDANT:

Kommandant Axel Heinstein berichtete von der Kooperation der Freiwilligen Feuerwehr Wimsheim mit der Firma C. Hafner. So sei es gelungen, eine kleine Betriebsfeuerwehr bei C. Hafner ins Leben zu rufen. Vier Mitglieder davon seien auch bereit, zumindest bei Tageseinsätzen mit der Wimsheimer Feuerwehr mit auszurücken, wodurch sie auch Zugang zu den üblichen Ausbildungen im Enzkreis erhalten. Zwei Betriebsangehörige sind bereits bei Nachbarfeuerwehren im Einsatz, zwei werden eine Grundausbildung beginnen. „Dieses Konstrukt gilt es jetzt nicht nur ins Leben zu rufen, sondern auch mit Leben zu füllen und zu etablieren“, sagte Heinstein.

GEEHRTE MITGLIEDER:

Die neue Landesehrung für mindestens 50 Jahre Dienstleistung bekamen Heiner Lauser und Fritz Dihlmann. Ebenfalls neu ist die Landesehrung für mindestens 15 Jahre. Diese wurde vergeben an Thomas Herrmann (seit 24 Jahren), Simon Engel (seit 24 Jahren), Michael Beer (seit 24 Jahren), Axel Heinstein (seit 23 Jahren), Tobias Engel (seit 22 Jahren), Marc Krasselt-Cachaj (seit 21 Jahren), Markus Geiger (seit 18 Jahren), Jonas Klingel (seit 18 Jahren), Jörg Lutz (seit 18 Jahren) und Dominik Reyle (seit 18 Jahren).

Auszüge aus den Reden des Abends

Bürgermeister Mario Weisbrich nannte als Kostenstand für die „Erweiterungssanierung“ des Feuerwehrhauses 1,84 Millionen Euro. „Alle Beschlüsse haben die Gemeinderäte einstimmig gefasst. Sie wissen, um die Wichtigkeit einer solchen Einrichtung.“ Neben seinem Dank an die Einsatzkräfte und für die Arbeit der Jugendabteilung freute ihn, dass die Feuerwehr im Jahr 2018 durch sechs neue Kameraden ergänzt worden ist.

Michael Szobries vertrat den erkrankten Kreisbrandmeister Christian Spielvogel. „Der Landrat hat klar kommuniziert, wir wollen Transparenz. Die Stellvertreter teilen sich die Aufgaben, bis die Vakanz aufgehoben ist.“ Er betonte, dass alle „Baustellen“ im Landkreis weitergeführt werden und dass es auch bei der Alarm- und Ausrückeordnung weitergehe. Bei der Führungsunterstützung machte er auf ein geändertes Konzept aufmerksam. „Wichtig ist, dass der Unterbau da ist“, betonte er. „Pflegt das am Ort weiter, wie ihr es in den letzten Jahren gelernt habt.“

Jugendwart Tobias Engel berichtete, dass von den vier Abgängen aus der Jugendfeuerwehr einer in die aktive Wehr gewechselt ist. „Das sind 25 Prozent.“ Die Stärke der Jugendfeuerwehr bezeichnete er mit 23 Mitgliedern als „verträgliche Größe“ für die Wimsheimer Feuerwehr. Die größte Gruppe der Jugendlichen ist im Alter von neun bis elf Jahren. „Da wird es noch etwas dauern, bis sie so weit sind, in die aktive Wehr zu wechseln.“

„Das Enzkreiszeltlager hat uns im zurückliegenden Jahr sehr beschäftigt“, sagte Klaus Riekert, der stellvertretende Vorsitzender des Feuerwehrverbands Enzkreis. Es sei schwierig, Feuerwehren zu finden, die diese Veranstaltung ausrichten wollten. Zudem seien nur aus zwei Feuerwehren Anmeldungen gekommen. „Das Zeltlager wird es in dieser Form nicht mehr geben“, hielt der stellvertretende Verbandsvorsitzende fest. Ganz sterben soll die Veranstaltung aber auch nicht, stattdessen soll ein Weg gefunden werden, die Jugend auf andere Art zusammenzubringen.