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Auf dem Gelände, auf dem bisher ein alter Flüssiggastank untergebracht ist, soll ein Gebäude zur Kinderbetreuung entstehen. Im Hintergrund ist die Grundschule zu sehen. Foto: Tilo Keller
Auf dem Gelände, auf dem bisher ein alter Flüssiggastank untergebracht ist, soll ein Gebäude zur Kinderbetreuung entstehen. Im Hintergrund ist die Grundschule zu sehen. Foto: Tilo Keller
15.11.2016

Friolzheim reagiert auf zusätzlichen Raumbedarf – Kindergartenbeiträge werden angehoben

Bereits im Juli hatte der Friolzheimer Gemeinderat den Bau eines zweigruppigen Kindergartens in der Schwalbenstraße grundsätzlich beschlossen. Bei genauerer Betrachtung der Flächenverfügbarkeit, dem Umfang der Bebauung und der prognostizierten Kosten wurde außerdem der zusätzliche Raumbedarf im Bereich der Schule und der Kernzeitbetreuung in die weiteren Überlegungen einbezogen.

Im Schuljahr 2017/2018 haben wir erstmals drei Eingangsklassen“, erklärte Bürgermeister Michel Seiß. Dies bedeute, dass die Kernzeitbetreuung weichen muss, um ein weiteres Klassenzimmer einrichten zu können. In der Klausursitzung des Gemeinderates im Oktober habe man sich darauf verständigt, dass die Raumbedürfnisse der Betreuungseinrichtungen in einem Neubau untergebracht werden sollen. Dies wäre aber am bisher angedachten Standort in der Schwalbenstraße nicht möglich. Deshalb stand in der Gemeinderatssitzung zunächst eine Änderung des Grundsatzbeschlusses an. Als neuer Standort ist nun ein Grundstück in der Nähe von Grundschule und Sporthalle ins Blickfeld gerückt worden.

Es ist ein Kompromiss“, merkte Gemeinderätin Ellinor Schmidt (FWV) an. Die Gemeinde plant das neue Gebäude in Modulbauweise zu errichten. „Wenn der Modulbau weg muss, dann kann er weg oder an einen anderen Standort“, sagte Seiß. Nachdem das Gremium den Grundsatzbeschluss mehrheitlich gefasst hatte, ging es noch um eine Änderung des entsprechenden Bebauungsplans Lärmschutzwall/ Sport-, Schul- und Kulturbereich. Das angepeilte Areal ist bislang nur für Sport- und Spielflächen ausgewiesen und soll nun zur Gemeinbedarfsfläche werden. Da es sich um eine Maßnahme der Innenentwicklung handelt und kein Vorhaben geplant ist, das eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfordert, kann das beschleunigte Verfahren angewendet werden. Das Gremium fasste den Änderungsbeschluss ebenfalls mehrheitlich.

Passend zum Thema stand außerdem die Anpassung der Elternentgelte für Kindergarten und Krippe auf der Tagesordnung. Das Gremium hatte bereits im September 2015 festgelegt, die Elternentgelte regelmäßig an die Empfehlungssätze des Gemeindetages Baden-Württemberg anzupassen, basierend auf einen Kostendeckungsgrad aus Elternentgelten von 20 Prozent. Im Bereich der Kita sehen die Empfehlungen eine Erhöhung um 3,7 Prozent vor, im Bereich der Krippe um 3,2 Prozent. Die Erhöhung soll ab Januar 2017 greifen.