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16.11.2016

Friolzheimer Jugendhaus: Nach und nach ein Wechsel in der Altersstruktur

„Wie es halt so ist in der offenen Jugendarbeit, man muss sich anpassen“, sagte Jugendpfleger Roland Marquart in der kürzlich stattgefundenen Gemeinderatssitzung. „Die Zielgruppe hat sich im Alter deutlich nach unten verschoben.“ Marquardt berichtete, dass vermehrt Kinder ab einem Alter von zehn Jahren ins Jugendhaus kommen. Deshalb gebe es neuerdings auch Biolimonade, Säfte und Äpfel an der Theke. „Jüngeren kann man nicht nur ungesunde Sachen anbieten, so wie den Älteren“, scherzte Marquart über das erweiterte Angebot. Er machte aber auch deutlich, dass das jüngere Publikum Auswirkungen auf die Programmgestaltung und die Öffnungszeiten habe.

In seinem Jahresbericht erklärte er, dass die Ausweitung von Ganztagsschulen großen Einfluss auf die Freizeitmöglichkeiten und Gewohnheiten von Kindern und Jugendlichen haben. So suchen unter anderem weniger Jugendliche aus benachbarten Gemeinden das Jugendhaus im offenen Bereich auf, weil sie einfach keine Zeit mehr hätten. Viele kommen erst um 16.30 Uhr aus der Schule. Durchschnittlich verweilen 15 bis 20 Jugendliche im offenen Treff. Neben dem Zuwachs der Jüngeren besucht eine Gruppe von etwa 15 Jugendlichen im Alter von 17 bis 22 Jahren den offenen Treff. Auch eine kleinere Gruppe von 22- bis 26-jährigen besucht regelmäßig das Jugendhaus. Als Plan für die Zukunft nannte er einen Erlebnisparcours auf dem Gelände hinter dem Jugendhaus. Dafür sollen mithilfe des Bauhofs Robinienpfosten aufgestellt werden, um dazwischen Slacklines zu spannen. „Man muss heute auf jeden Fall attraktiv bleiben, um die Jugendlichen bei der Stange zu halten“, betonte Marquart.