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08.12.2015

Friolzheimer Jugendhaus befasst sich mit Suchtvorbeugung

Jugendpfleger Benjamin Denk zeigte dem Gemeinderat in seinem Jahresbericht auf, dass er damit das unter den Jugendlichen häufige Gesprächsthema „Party-Exzesse am Wochenende“ aufgegriffen hat. Er wollte damit unter anderem aufzeigen, dass der Alkoholkonsum in der Bevölkerung in den letzten Jahren gestiegen ist und sich kaum jemand darüber Gedanken macht, dass sich auch vermehrt Kinder und Jugendliche in aller Öffentlichkeit betrinken.

Dem Jugendhausteam war es deshalb wichtig, nicht nur Broschüren zum Thema Suchtvorbeugung weiterzureichen, sondern daraus ein Projekt mit den Jugendlichen zu machen. Eine Gruppe hat sich aktiv an der Gestaltung von Projekten beteiligt. Bei den wöchentlichen Treffen wurde das Thema aufgearbeitet und schließlich eine Feier organisiert und dafür das Jugendhaus neu gestaltet. „Die alkoholfreien Getränke wurden an diesem Abend aber nicht so angenommen, wie wir das dachten“, merkte Denk an. Insgesamt stellte der Jugendpfleger fest, dass Feiern keine Selbstläufer mehr sind und die Jugendlichen animiert werden wollten.

Aktuell ist wieder eine Gruppe im Alter ab 13 Jahre am Jugendhausangebot interessiert. Aber auch Jugendliche Anfang 20, die vor Jahren selbst im Alter von 13 bis 14 Jahren zum Jugendhaus gestoßen waren, kommen noch regelmäßig vorbei. „Wenn auch die Jüngeren da sind, dann passt es nicht so, aber meist kommen die Älteren später“, berichtete Denk. Aus den Reihen des Gemeinderats wurde nach der Anzahl der Besucher gefragt. Denk erklärte, dass das sehr unterschiedlich sei.

Als Beispiel nannte er letzten Freitag, an dem 25 Jugendliche das Jugendhaus besuchten. „Es ist aber deutlich weniger los als früher“, stellte er allgemein fest und führte das unter anderem auf die verplante Freizeit der Jugendlichen zurück. Die Frage nach „hartem“ Alkohol, der in das Jugendhaus mitgebracht werde, konnte er abschlägig beantworten. „Im Jugendhaus haben wir das gar nicht mehr“, stellte er fest. Hierzu berichtete er über sein Vertrauensverhältnis mit den älteren Jugendlichen. „Falls diese doch Alkohol dabei haben, dann geben sie ihn bei mir ab und nehmen ihn später wieder mit.“ Unter den Jugendlichen machte er aktuell aber auch einen ganz anderen Trend aus. „Fitness ist gerade in“, stellte der Jugendpfleger fest. „Deshalb gibt es auch einige, die deshalb gar keinen Alkohol mehr trinken.“