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Besucher kommen auch aus Nachbarkreisen: Manuela Riede und Günther Aickelen aus Malmsheim schauen sich das Angebot an. Fotos: Tilo Keller
Besucher kommen auch aus Nachbarkreisen: Manuela Riede und Günther Aickelen aus Malmsheim schauen sich das Angebot an. Fotos: Tilo Keller
Ort für spannende Begegnungen: Ursula und Dieter Frisch aus Wimsheim schätzen das am Pfingstmarkt – hier am Stand von Margerita Ovi und Giovanni Davalli (von links) aus Vezzano sul Crostolo in Italien.
Ort für spannende Begegnungen: Ursula und Dieter Frisch aus Wimsheim schätzen das am Pfingstmarkt – hier am Stand von Margerita Ovi und Giovanni Davalli (von links) aus Vezzano sul Crostolo in Italien.
05.06.2017

Friolzheims Pfingstmarkt erweist sich als Publikumsmagnet

Dichtes Gedränge und kauffreudiges Publikum – so kennt man den Friolzheimer Pfingstmarkt. In diesem Jahr ist die Veranstaltung allerdings zunächst etwas verhalten gestartet, denn am Vormittag hielt der Regen manchen davon ab, zum üblichen Pfingstausflug nach Friolzheim aufzubrechen. Als aber die Sonne am Nachmittag endlich vorbeischaute, passte alles wieder ins Bild. Die Besucher schoben sich durch die Ortsmitte und waren zur Freude der Standbetreiber in bester Kauflaune.

Wie immer hielt der Friolzheimer Pfingstmarkt ein überaus vielfältiges Angebot parat, so dass die Kunden aus bewährten und neumodischen Waren wählen konnten. Klassische Bürsten, Stopfwolle, Wäsche, Pfannen, Sparschäler und ähnliche Küchenhelfer hatten genauso ihr Publikum wie der sogenannte „Hand Spinner“, der neuste Trend für fingerfertige Schulkinder. Die Ballonverkäufer hatten es am Vormittag nicht ganz einfach, denn sie mussten ihre schwebende Ware mehrmals vor dem Regen in einen Anhänger in Sicherheit bringen.

„Leute hat es immer, aber mit Schirm kommt man halt schlecht durch den Markt“, sagte Rainer Benzinger, von der TSG Friolzheim. Die örtlichen Vereine hatten mit der Bewirtung stets alle Hände voll zu tun, in den Zelten saßen die Gäste dicht gedrängt. In den Regenpausen wurden die freistehenden Sitzbänke abgetrocknet und waren dann auch schnell wieder bevölkert. Mit zunehmendem Publikumsverkehr am Nachmittag legten auch die Verkaufsprofis an den Haushaltswarenständen eine Schippe drauf und priesen lautstark ihre exklusiven Tagesangebote an. „Schakalaka und im Handumdrehen habe ich einen perfekten Salat“, tönte es von einem Stand, während wenige Schritte weiter jemand seine Reinigungstücher anpries die „stabiler als Baustahl“ waren.

Ein lautes Tuten, wie von einer Schiffsirene, schallte mehrfach über den Markt. Mit Schifffahrten hatte das in Friolzheim natürlich nichts zu tun, es läutete lediglich die nächste Runde mit den Boxautos ein. „Ich komme regelmäßig zum Markt nach Friolzheim, seit fast 45 Jahren“, sagte Günther Aickelin, der mit seiner Tochter Manuela Riede aus Malmsheim gekommen war: „Meine Großmutter ist aus Friolzheim, deshalb war ich schon als Kind hier.“ Die beiden suchten sich aus einem Angebot von Kochlöffel mit lachendem Gesicht die schönsten aus. „Wir kommen fast jedes Jahr auf den Markt“, erklärten Dieter und Ursula Frisch aus Wimsheim. „Wir suchen nichts Bestimmtes aber man entdeckt mal hier und da etwas Interessantes.“ Am Stand der Gäste aus der befreundeten Gemeinde Vezzano sul Crostolo wurde das Paar fündig. Die Italiener hatten regionale Produkte wie Wein, Balsamico Essig, Eselsalami und weitere Wurstsorten sowie Parmesan dabei. Bis zur Mittagszeit war von den beiden 45 Kilo schweren Käserädern schon fast alles verkauft.