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Nina Walter wird die neue Kämmerin der Stadt Heimsheim. Foto: Späth
Nina Walter wird die neue Kämmerin der Stadt Heimsheim. Foto: Späth
15.12.2015

Frischer Wind für Heimsheims Finanzen

Schon bald werden die Heimsheimer Finanzen in neuen Händen liegen. Die 31-jährige Nina Walter wird ab dem 1. März 2016 Kämmerin von Heimsheim sein. Sie folgt damit Andreas Bastl, der im August nach Sindelfingen gewechselt ist. Bereits jetzt hilft die Rutesheimerin in der Heimsheimer Verwaltung aus. Momentan ist sie allerdings gleichzeitig noch Kämmerin in Ispringen.

Am meisten freut sich Nina Walter auf die Aufgaben, die sie näher an das Geschehen bringen, sagt sie. Üblicherweise stellt der Kämmerer den Haushaltsplan auf, macht die Jahresrechnung und hat die Finanzen im Blick. In Heimsheim gibt es aber die Besonderheit, dass die Aufgabenbereiche Tiefbau und Hochbau dazukommen. Außerdem erhält Walter die Aufsicht über den Bauhof und die Hausmeister.

Die neue Kassenwartin hat geplant, den Ämtern mehr Budgetverantwortung zu übertragen. Dadurch könnten diese selber planen, wie viel sie ausgeben, und hätten die Kontrolle über ihre Finanzen. Sie hofft, dass somit ein größerer Bezug zu den Ausgaben hergestellt wird und sich jede Ausgabe so anfühlt, als ob man sie „aus dem eigenen Geldbeutel“ bezahlt. Was tatsächlich finanziell machbar ist, würde immer noch in der Verantwortung der Kämmerei liegen und den Ämtern dann mitgeteilt werden.

Mögliche Schwierigkeiten in den kommenden Jahren sieht Walter bei der Finanzierung der Erschließung des Neubaugebiets in Heimsheim, da große Summen aufgebracht werden müssen, um Grundstücke zu kaufen. Grund zur Sorge gibt es angesichts der guten wirtschaftlichen Lage Heimsheims allerdings nicht. Laut Jahresbilanz 2014 hat Heimsheim rund 6,7 Millionen Euro auf der hohen Kante, während nur 560.000 Euro alte Schulden vorhanden sind.