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Tödlich endete der Ausflug eines Trios mit einem Planwagen. Eine Autofahrerin knallte fast ungebremst auf das Heck der Kutsche. Ein auf dem Planwagen mitfahrender Mann erlitt dabei tödliche Verletzungen, eine Frau schwebt in Lebensgefahr. © Bechtle
06.02.2011

Frontal auf Planwagen geprallt - Kutscher aus Bretten stirbt am Unfallort - Mitfahrerin in Lebensgefahr

NEULINGEN. Ein Todesopfer, eine lebensgefährlich verletzte, eine schwer und eine leicht verletzte Frau - das ist die traurige Bilanz eines schweren Unfalls zwischen Göbrichen und Nußbaum. Fast ungebremst ist eine 33-jährige Autofahrerin aus Neulingen mit ihrem VW Passat auf einen von zwei Pferden gezogenen Planwagen gekracht. Trotz Reanimation am Unfallort verstarb der 70-jährige Kutschführer aus Bretten, während eine in Lebensgefahr schwebende 50-jährige Mitfahrerin aus Bretten mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gefolgen werden musste.

Bildergalerie: Tödlicher Unfall in Neulingen: Autofahrerin kracht auf Kutsche

Die Autofahrerin, die auf der K4351 von Nussbaum in Richtung Göbrichen unterwegs war, gab an, von der tief stehenden Sonne geblendet worden zu sein. Die Polizei teilt mit, dass auch „nicht angepasste Geschwindigkeit“ dazu beigetragen habe, dass die Neulingerin die in gleicher Richtung fahrende Kutsche nicht gesehen habe. Mit großer Wucht prallte sie am Sonntag gegen 13.20 Uhr von hinten auf die Kutsche, die darauf hin umstürzte. „Durch den starken Aufprall wurden die drei Kutschinsassen aus dieser herausgeschleudert sowie eines der beiden Zugpferde unter dem Kutschwagen begraben“, teilt die Polizei mit.

Der Kutschführer zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Eine auf der Kutsche mitfahrende 68-jährige Frau aus Wörth am Rhein wurde glücklicherweise nur leicht verletzt, während die dritte Person auf der Kutsche, eine 50-jährige Frau aus Bretten, lebensgefährlich verletzt und vom Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen wurde.

Die Autofahrerin, deren VW Passat umkippte, erlitt schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen. Ein Pferd wurde unter der Kutsche begraben, konnte aber von der Feuerwehr Neulingen befreit und von einem Tierarzt erstversorgt werden. Es ist in eine Tierklinik gebracht worden.

An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden in Höhe von 17.000 Euro. Die Feuerwehr Neulingen war mit sechs Fahrzeugen und 16 Mann vor Ort, das Deutsche Rote Kreuz mit sechs und die Polizei mit zwei Fahrzeugen. Ein Sachverständiger begutachtete die Unfallspuren.

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