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Ein europäischer Wolf, auch Grauwolf genannt, ist im Nordschwarzwald mittlerweile heimisch geworden. Symbolbild: Julian Stratenschulte, dpa-Archiv

Fruchtbare Wölfe ziehen Kreise: Rudel im Südwesten nur Frage der Zeit

Pforzheim/Enzkreis. Bei der Weiterbildung des Landesjagdverbandes in Eutingen wurde eines klar: Die Experten sind sicher, dass sich auch im Südwesten Wolfsrudel bilden werden.

Zur ersten Fortbildung zum Thema Wolf hatte der Landesjagdverband (LJV) Funktionsträger und auch die Wildtierbeauftragten der Landkreise im Bereich des Regierungsbezirks Karlsruhe in den „Bären“ nach Eutingen geladen. Mit der Resonanz von rund 70 Teilnehmern war Bezirks- und Kreisjägermeister Dieter Krail für eine Auftaktveranstaltung zufrieden. Wichtig sei, so Krail, dass man an dem wichtigen Thema konsequent dranbleibe.

Diplom-Biologe Klaus Lachenmaier, bei der LJV-Geschäftsstelle zuständig für den Bereich Wildtiermanagement, sowie der in Wolfsdingen bewanderte Donautal-Guide, Jäger und LJV-Referent Armin Hafner sorgten für Basiswissen bei der zweistündigen Veranstaltung. Die Referenten unterstrichen, dass der Wolf im Südwesten angekommen sei und die Bildung von Rudeln nur eine Frage der Zeit sei. Der LJV müsse das Thema offensiv begleiten, um in Stuttgart politisch Gehör zu finden. Ein Image vom Jäger als Wolfstöter könne nicht dienlich sein. Es gelte allerdings Gerüchten entgegenzutreten: Weder könne der Wolf das Schwarzwildproblem lösen, noch würden Hybridtiere eine große Rolle spielen. Im Übrigen handele es sich um echte Grauwölfe, die im Land unterwegs seien. Aufgrund der potenziell hohen Populationsdichte werde der Wolf zu einer jagdbaren Art werden, unabhängig davon wie die Dinge heute geregelt seien, so die Erwartung.

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