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13.09.2017

Früherer Ortsvorsteher Waldrennachs Jetter kehrt der CDU den Rücken

Neuenbürg. Karl-Eugen Jetter wäre nicht er selbst, würde er seine langjährige Partei CDU im Stillen verlassen.

Der frühere Ortsvorsteher Waldrennachs und einstige Stadtrat in Neuenbürg hat Konflikte nie gescheut und sich oft auch mit Parteifreunden angelegt. Nun verkündet er im Bundestagswahlkampf seinen Parteiaustritt und teilt noch einmal kräftig aus: gegen den Kreisverband der CDU und besonders gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Eine wichtige Rolle spielen Jetters Kämpfe der Vergangenheit, als er sich mit Neuenbürgs Bürgermeister Horst Martin und einigen Stadträten überworfen hatte. Seine Partei habe ihn bei diesen Kämpfen trotz seiner Anfragen nicht unterstützt. Auch in seinem Ringen um eine Wiederholung der Neuenbürger Kommunalwahlen 2014 habe man ihn alleingelassen. Jetter hatte seine Klage zurückgezogen, als ein CDU-Fraktionskollege ihm ein Nachrücken in den Gemeinderat Neuenbürg ermöglicht hatte. Im November 2015 hatte Jetter sein Mandat wieder niedergelegt. Weitere Kritik an der Union? Jetter sagt, es habe ihn geschmerzt, dass beim Kreisparteitag im November 2016 sein Antrag abgebügelt worden sei, die CDU solle gegen die Praxis eintreten, dass Bürgermeister zugleich Kreisräte sein können. In der Bundespolitik greift Jetter vor allem die Flüchtlingspolitik an. In Neuenbürgs Gemeinderat war Jetter 2014 und 2015 bei der Ortsvorsteherwahl nach früheren Querelen durchgefallen.