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Sprach über Inklusion: Martin Wurster vom Diakonischen Ausschuss der Landessynode. Foto: Biesinger
Sprach über Inklusion: Martin Wurster vom Diakonischen Ausschuss der Landessynode. Foto: Biesinger
25.02.2018

Frühjahrssitzung der Bezirkssynode in Neuenbürg: Kirche spart Stellen ein

Neuenbürg. Schwindende Gemeindeglieder, gleich weniger finanzielle Mittel, gleich weniger Personal, sprich Pfarrstellen – diese Problematik beschäftigte unter anderem de Mitglieder der Kirchenbezirkssynode Neuenbürg bei ihrer Frühjahrssitzung. Die Landessynode hat für den Bezirk Neuenbürg für den Pfarrplan 2024 insgesamt 21 Stellen beschlossen, wie Dekan Joachim Botzenhardt berichtete. Dies wären drei Stellen weniger als bislang.

Schweren Herzens beschlossen die Bezirkssynodale daher, der Landessynode vorzuschlagen, die Pfarrstellen Neusatz-Rotensol und Bernbach im Distrikt Herrenalb, die Pfarrstelle Neuenbürg II im Distrikt Birkenfeld/Neuenbürg sowie die Pfarrstelle Ottenhausen im Distrikt Straubenhardt aufgehen zu lassen. Zudem wurde beschlossen, die Landessynode aufzufordern, zur Ermittlung der Zielstellen für den Pfarrplan 2030 ein Kriterium „Vakatur“ aufzunehmen.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder für die Auflösung des Diakonieverbands Mühlacker-Neuenbürg sowie für die Auflösung der ARGE Diakonie Enzkreis/Pforzheim aus.

Immer wieder ein wichtiges Thema ist im Kirchenbezirk die Seniorenarbeit. Hierzu soll ein Bezirksarbeitskreis Senioren gebildet werden. Susanne Haselbacher, die künftig mit 25 Prozent ihres Dienstauftrags hier tätig sein wird, stellte bei der Frühjahrssitzung sich und ihre Ideen vor. Laut ihren Vorstellungen sollen für die Seniorenarbeit neue Impulse gesetzt werden. Insbesondere die Frage „Was machen wir mit unseren jüngeren Senioren, stellte sie dabei in den Raum. Diese wollen nicht nur „Kaffeetrinken“, sondern auch mit Gestalten“, war ihre klare Antwort hierzu. Im Herbst dieses Jahres soll der Startschuss dazu erfolgen.

Einen interessanten Vortrag hatte Martin Wurster, Mitglied des Diakonischen Ausschusses der Landessynode zum Thema „Inklusion leben“ vorbereitet. In einer Inklusion, wird jeder in der Gesellschaft akzeptiert, oder wie es Wurster formulierte, „die Kunst des Zusammenlebens“. Der Redner, selbst an den Rollstuhl gebunden, sieht dieses als ein ureigenes Thema der Kirche. Ausgrenzung sollte deshalb überwunden und Teilhabe ermöglicht werden. Deshalb seien auch Begegnungen äußerst wichtig, denn ohne diese würden sich Vorurteile aufbauen. „Wir wollen die kirchlichen Einrichtungen bestärken, die Menschen, die außerhalb stehen, mitzunehmen.“, so Martin Wurster. Dafür stehe auch ein Fond mit 300 000 Euro zur Verfügung, ergänzt dieser.

Dekan Joachim Botzenhardt wies am Schluss noch auf das 40-jährige Jubiläum der Erwachsenenbildung hin, in dessen Rahmen am 8. März in Birkenfeld und am 24. April in Höfen Veranstaltungen stattfinden. Der Kirchenbezirkstag findet am 17. Juni dieses Jahres wiederum in der Trinkhalle, beziehungsweise am Kurplatz in Bad Wildbad statt.