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Der glückliche Gewinner: Armin Pioch. 

Führungswechsel im Illinger Rathaus - Armin Pioch ist neuer Bürgermeister

Illingen. Als Armin Pioch am Sonntagabend die Illinger Stromberghalle betrat, begrüßte ihn vor der Tür ein Wähler mit „hallo Bürgermeister!“ Das war zumindest ein kleiner Fingerzeig darauf, was sich später bei der Ergebnis-Verkündung vor rund 100 Einwohnerinnen und Einwohnern im Rahmen der Illinger Bürgermeisterwahl – wenn auch knapp – bewahrheitete.

Herausforderer Pioch war als Favorit in den zweiten und entscheidenden Wahlgang am Sonntag gegangen, bei dem eine einfache Mehrheit genügte. Diese holte der 57-jährige Noch-Bürgermeister von Grömbach letztlich auch mit 1463 Stimmen (46,06 Prozent). Doch mit 1390 Stimmen (43,77 Prozent) saß ihm der bisherige Amtsinhaber Harald Eiberger dicht im Nacken.

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Armin Pioch ist neuer Bürgermeister in Illingen

Der 49-Jährige hatte nach dem ersten Wahlgang Anfang Juli noch einmal alles versucht, um seine Unterstützer in der Gemeinde zu mobilisieren (die PZ hat berichtet). Beinahe hätte Eiberger Erfolg damit gehabt, zumal er jeweils an den Wahlurnen in Illingen und Schützingen vorne lag. Am Ende entschied allerdings das Votum bei den Briefwählern mit einem deutlichen Plus von weit über hundert Stimmen für Herausforderer Pioch das Rennen bei der Illinger Bürgermeisterwahl.

„Die Anspannung vorher war enorm, umso größer ist nun aber meine Erleichterung, dass ich es geschafft habe“, betonte der neue Illinger Rathauschef nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses in der Stromberghalle. „Die Briefwahl hat mich quasi zum Sieg getragen“, fügte der 57-Jährige hinzu. Als einer der ersten Gratulanten bei Armin Pioch reihte sich Harald Eiberger ein. „Ich bin angetreten, um zu gewinnen und habe – sportlich gesehen – auch ein ganz gutes Ergebnis geholt. Aber es hat nun mal nicht ganz gereicht“, kommentierte der unterlegene Amtsinhaber, sichtlich enttäuscht, seine Wahlniederlage.

Zuvor, kurz nach der Ergebnisverkündung in der Halle, hatte Klaus Kluge, Gemeinderat und stellvertretender Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, das Wort ergriffen und per Mikrofon explizit darauf hingewiesen, dass in den vergangenen drei Wochen nach dem ersten Urnengang ein „äußerst polarisierender Wahlkampf“ in der Gemeinde stattgefunden habe. „Demokratie ist anstrengend“, betonte Kluge, „aber wir dürfen uns alle glücklich schätzen, dass wir sie haben.“

Peter Hepfer

Peter Hepfer

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