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Prunksitzung des Narrenbunds Kakadu Bilfingen © Manfred Schott
11.11.2014

Fünfte Jahreszeit beginnt: Neuerungen in der Region

«Es goht d'rgege» - es geht wieder Richtung Fastnacht: Viele Zünfte im Südwesten haben am Dienstag bereits die fünfte Jahreszeit eingeläutet - auch wenn die schwäbisch-alemannische «Fasnet» eigentlich erst in einigen Wochen beginnt. Auch in der Region gibt es Neuerungen: In Bilfingen gibt es in diesem Jahr kein Prinzenpaar sondern nur eine Prinzessin.

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Die Narren läuten die fünfte Jahreszeit ein

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Laut Präsidentin Regina Fuchs, habe sich kein Prinz finden lassen. Trotzdem sei sie davon überzeugt, dass die Prinzessin Fabienne Flach, alias Fabienne I., mit ihrer Frauenpower alles auch alleine schaffe. In Singen kommt der Prinz aus Ersingen. Enrico Konrad ist sonst auch im Jungkomitee der KG Fledermaus aktiv. Seine Prinzessin Marlene Hoffmann kommt aus dafür aus Singen.

Bildergalerie: Prunksitzung des Narrenbunds Kakadu Bilfingen

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«Offiziell geht es am 6. Januar los», sagte der Präsident des Alemannischen Narrenrings, Augustin Reichle. Viele Zünfte würden sich am 11.11. aber treffen, um den Narrenplan - also die Termine für 2015 - festzulegen und sich auf das Motto ihrer Dorffastnacht zu einigen. «Es geht darum, sich gemeinsam einzustimmen und auf die kommende Fastnacht zu freuen», sagte Reichle. 

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In Ravensburg beispielsweise läutet die «Schwarze Veri» die fünfte Jahreszeit mit einem «Saubloderaschiessa» ein. Dabei wird mit Armbrust und Bolzen auf aufgehängte Schweineblasen geschossen. Wer dabei am meisten Punkte sammelt, wird Schützenkönig. «Und er bekommt etwas, was man immer gebrauchen kann: was zu essen», sagte ein Sprecher der Zunft.

In rheinischen Hochburgen wird am Dienstag, dem 11.11., traditionell in die schönste Zeit des Jahres geschunkelt: Dann beginnt dort die neue Karnevalssaison. Dass sich der Brauch auch im Südwesten eingebürgert habe, liege unter anderem daran, dass die alemannische Fastnacht in manchen Bereichen vom Karneval beeinflusst sei, sagte Reichle. «Das sieht man beispielsweise an den Garden oder an Prinzenpaaren.» Eines bleibt in der alemannischen Fastnacht aber tabu: Das Häs, also die Verkleidung, darf vor dem 6. Januar auf der Straße nicht zu sehen sein.

Kein Witz: Der FC Köln hat im Übrigen nach 11 Spielen ein Torverhältnis von 11:11 Toren.