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Besichtigen den Hof: Oriana Stock, Stefanie Seemann, Wolfgang Stock und Architekt Armin Osswald (von links). Foto: Privat
Besichtigen den Hof: Oriana Stock, Stefanie Seemann, Wolfgang Stock und Architekt Armin Osswald (von links). Foto: Privat
13.09.2018

Für Sanierung: Dreiseithof in Remchingen erhält 82.500 Euro aus Landesprogramm

Remchingen-Darmsbach. Historische Bausubstanz beizubehalten, ist Sinn und Zweck der Landesförderung zur Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmalen. Trotz guten Willens sehen sich ihre Besitzer oftmals vielfältigen, gerade auch finanziellen Herausforderungen gegenüber.

Aus dem Landesförderprogramm erhält der Dreiseithof in Remchingen-Darmsbach nun eine Förderung von 82.500 Euro. Die Eheleute Oriana und Wolfgang Stock haben den Hof mit dem ungefähren Baujahr 1745 im vergangenen Sommer gekauft um ihn denkmalgerecht und energieeffizient zu sanieren und dann selbst zu bewohnen. „Uns ist es wichtig, dass alle Arbeiten mit Handwerkern aus der näheren Umgebung durchgeführt werden. Und wir wollen zeigen, dass man auch eine solche historische Anlage mit viel Liebe zum Detail und zum großen Teil mit historischen Materialien energieeffizient wieder zu einem Schmuckstück machen kann“, so die Bauherren.

Im Rahmen ihrer Sommer-Kult-Tour hatte die Grüne Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann Familie Stock besucht und zeigte sich beeindruckt von dem Projekt: „Der Dreiseithof ist ein Stück be- und gelebte Geschichte. Die Mühe, die sich Oriana und Wolfgang Stock hier geben, zeugt von gelebter Nachhaltigkeit, Liebe zum Detail und Geschichtsbewusstsein. Dieser Ort ist nicht nur für die Menschen, die hier leben wertvoll, sondern wird zukünftigen die Gemeinde ebenso prägen wie unsere gesamte Region.“

Der Dreiseithof wurde im letzten Jahrhundert unter Denkmalschutz gestellt, weil er – so das Bauamt/untere Denkmalschutzbehörde des Enzkreises – im weiten Umkreis der letzte in guter Substanz erhaltene Hof dieser für die Region früher typischen Bauform ist. Bisher wurde der ursprüngliche Baukörper von 1745 – originale Lehmkonstruktion – freigelegt und das Dach neu gedeckt – überwiegend mit 200 Jahre alten Bieberschwanz-Dachziegeln, gerettet von der Grenzsägemühle und einer Scheune aus Stupferich.

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