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Schulsozialarbeiter in der Region bleiben mit ihren Schülern über die digitale Pinnwand Padlet in Kontakt.  Foto: miteinanderleben 

Für Schüler: Präsenz zeigen auf digitaler Pinnwand

Enzkreis. Manchem Arbeitnehmer schwirrt in diesen Zeiten der Kontaktminimierung vor lauter Online-Sitzungen schon der Kopf. Nicht anders geht es den meisten Schülern, die zwar digital von daheim aus dem Unterricht folgen können, denen aber oft der persönliche Kontakt zu Lehrern, Freunden und Beratungskräften an der Schule fehlt. „Unsere Schulsozialarbeiter haben in der Zeit des Lockdowns von Beginn an nach kreativen Lösungen gesucht, um mit den Schülern in Verbindung zu bleiben“, sagt Maren Bieberich, Bereichsleiterin Jugendsozialarbeit beim Verein miteinanderleben.

Ein Spaziergang im Freien, digitale Workshops, Videochats – vieles sei umgesetzt und von den Kindern und Jugendlichen intensiv genutzt worden. Madeleine Nitsche, Nadine Kraijo und Lisa Kaboth, Schulsozialarbeiterinnen in Neuhausen und Niefern, hatten nach einer weiteren Möglichkeit gesucht, um in Zeiten der Schulschließungen und darüber hinaus mit Schülern und Eltern in Kontakt zu bleiben. „Seit Anfang des Jahres arbeiten wir mit Padlet, einer digitalen Pinnwand“, erläutert Nadine Kraijo. Padlet biete den Vorteil eines niederschwelligen Zugangs, da seitens der Nutzer keine Anmeldung – wie etwa bei Facebook oder Instagram – erforderlich und damit Anonymität gewährleistet sei.

Gerade jüngere Kinder seien über die gängigen Social-Media-Kanäle kaum zu erreichen. Zudem könne die Padlet-Seite individuell auf die Themen und Schwerpunkte der einzelnen Schule und der jeweiligen Zielgruppe abgestimmt werden. „Jeder Schulsozialarbeiter nutzt eine eigene Pinnwand, auf der er sich mit seinen schulspezifischen Angeboten und Kontaktdaten vorstellt“, berichtet Madeleine Nitsche. „Darüber hinaus gibt es auf den Padlet-Seiten altersgerechte Impulse für Kinder und Jugendliche wie Foto-Challenges, Ideen für die Freizeitgestaltung oder Tipps für das Homeschooling.“

Mehr über das Thema lesen Sie am Donnerstag, 18. Februar in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.