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Die A8 im Enztal bei Niefern-Öschelbronn.
Die A8 im Enztal bei Niefern-Öschelbronn.
19.02.2016

Für den Ausbau der A8 im Enztal werden jetzt 20 Bäume gefällt

Der eigentliche sechsspurige Ausbau der Autobahn im Enztal wird erst in rund zwei Jahren starten. Bevor die Bagger zur A 8 anrollen, sind einige Vorarbeiten nötig. In Eutingen werden jetzt Bäume gefällt.

So hat das für den Umbau zuständige Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe Ende 2015 mit Bohrungen Böden untersucht. In Niefern muss bis zum bisher Mitte 2018 wahrscheinlichen Baubeginn für die Gemeinde eine Notleitung zur Bodensee-Wasserversorgung gebaut werden. Jetzt will das RP für die sechsstreifige Modernisierung der A8 zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Süd und Pforzheim-Nord vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen umsetzen, so RP-Sprecher Uwe Herzel.

Hierzu zähle neben verschiedenen Aufwertungen von Grünland auch die Herstellung eines Habitats für eine gefährdete Fischart: den Strömer, so das Regierungspräsidium. Diese Maßnahme soll gleichzeitig den Hochwasserschutz an der Enz optimieren.

Geplant ist die Maßnahme im Pforzheimer Stadtteil Eutingen am rechtsseitigen Ufer zwischen der Georg-Feuerstein-Straße und dem Rattachsteg. Der Beginn der Umsetzung der Ausgleichsmaßnahme ist für den Sommer 2016 vorgesehen, so Herzel.

Für die Verwirklichung dieser Ausgleichsmaßnahmen müssen laut RP etwa 20 Einzelbäume und ein Streifen von Gehölzjungaufwuchs in mehreren Abschnitten beseitigt werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich Anfang kommender Woche beginnen, da die Fällung noch in der Vegetationsruhe bis zum 29. Februar durchgeführt werden soll.

Vor der Fällung seien die Bäume artenschutzrechtlich begutachtet und für die Fällung freigegeben worden.

Der Umfang der Fällung wird nach der fachlichen Planung so gering wie möglich gehalten.

Im Rahmen der naturnahen Umgestaltung dieses Enzabschnittes sind nach Abschluss der Arbeiten wieder umfangreiche Uferneubepflanzungen vorgesehen, kündigte Herzel an.

Der Ausbau der A8, die im Enztal noch so verläuft, wie sie vor rund 80 Jahren gebaut worden war, kostet 150 Millionen Euro. Bis die Autofahrer sechs Spuren zur Verfügung haben, werden rund fünf Jahre vergehen.