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Zita Kuhn und ihre Mitstreiter von der C2C-Regionalgruppe Straubenhardt suchen nach weiteren Mitstreitern.  Foto: Molnar/Gemeinde Straubenhardt 

Für eine durchgängige Kreislaufwirtschaft: C2C-Regionalgruppe aus Straubenhardt sucht weitere Mitstreiter

Straubenhardt. Sie wollen etwas bewegen, viele Projekte auf die Beine stellen und die Menschen vor Ort zum Mitmachen animieren: Es herrschte Aufbruchstimmung, als sich am Donnerstagabend per Videokonferenz die Regionalgruppe traf, die in Straubenhardt "Cradle to Cradle" (C2C) voranbringen will.

Im Kern geht es darum, eine durchgängige Kreislaufwirtschaft und damit eine neue Wirtschaftsweise zu etablieren. Produkte sollen so hergestellt werden, dass sie am Ende ihrer Lebensdauer nicht weggeworfen werden müssen, sondern sinnvoll weiterverwertet werden können.

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Schon 2019 ist Straubenhardt zur ersten C2C-Modellgemeinde im Land ernannt worden. Den Ansatz setzt die Gemeinde unter anderem beim Bau des neuen Feuerwehrhauses um. Die vor kurzem gegründete, ehrenamtliche Regionalgruppe soll C2C weiter mit Leben füllen und Ideen dafür sammeln, was man konkret vor Ort realisieren kann.

Erste Vorschläge für mögliche Projekte

Erste Vorschläge für mögliche Projekte hat Ehrenamtsmanager Gentry Doane vom Verein Cradle to Cradle NGO mit Sitz in Berlin bereits gesammelt: Die Villa Kling zum C2C-Erlebnisort zu machen, hält man demnach ebenso für denkbar, wie einen Tag der offenen Tür.

Was am Anfang wichtig ist, erklärte Doane mit einer Präsentation. Den Mitgliedern der Straubenhardter Regionalgruppe legte er Formate wie die Plenum Monatskonferenz und die Aktivenbühne ans Herz, die einen Austausch mit anderen Gruppen und deren Projekten ermöglichen sollen.

Und er stellte Podio vor: eine interne Kommunikationsplattform, über die Projekte organisiert werden können. Außerdem empfahl er, aktive Mitgliederakquise zu betreiben und gezielt auf Menschen zuzugehen, die man gerne einbinden würde. Dass man gerne weiter wachsen würde, darüber waren sich beim Treffen der Regionalgruppe alle Teilnehmer einig.

Werbetrommel soll gerührt werden

"Wir müssen die Werbetrommel rühren", sagte Zita Kuhn. Die Studentin organisiert derzeit die Regionalgruppe und hofft, dass an deren nächsten Treffen mehr Menschen teilnehmen: Dieses Mal waren es sieben, die Presse mit eingerechnet. Unter anderem brachte Kuhn Workshops, Infoveranstaltungen und -stände ins Gespräch, um Bürger zu informieren und "Begeisterung weiterzutragen".

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Auch mit den sozialen Medien will sie arbeiten. Es gehe nicht nur um C2C, sagte sie: Man könne sich mit anderen Projekten vernetzen, die mit Nachhaltigkeit zu tun haben. "Ich habe auf jeden Fall viele Ideen", erklärte Kuhn: "Ich glaube, wir können hier in Straubenhardt etwas bewegen."

Bis zu ihrem nächsten Treffen wollen sich die Mitglieder der Regionalgruppe Gedanken darüber machen, welche Aufgaben sie künftig übernehmen wollen.