nach oben
Die GDL will erneut streiken.
Die GDL will erneut streiken. © dpa-Archiv
18.04.2011

GDL bestreikt Bahn-Wettbewerber - Entwarnung in Region

KARLSRUHE/PFORZHEIM. Entwarnung beim regionalen Schienenverkehr: Der bisher längste, 60-stündige Lokführer-Streik, der heute um 14 Uhr begann, betrifft die regionalen Stadtbahnlinien in Pforzheim und dem Enzkreis kaum. Lediglich vier Lokführer der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) streiken nach Angaben der AVG-Pressestelle. Dementsprechend betroffen seien fünf Prozent der Bahnen, so Pressesprecher Achim Winkel.

Beim Arbeitskampf der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) geht es um bessere Einkommen für die 6000 Lokführer der Bahn-Wettbewerber. Davon betroffen sind erneut die großen fünf DB-Konkurrenten Abellio, Netinera (früher Arriva), Benex, Veolia und Hessische Landesbahn sowie deren Töchter.

Die AVG dagegen sieht sich als regionaler Anbieter in einer Sonderrolle. Die Geschäftsleitung habe sich mit dem Betriebsrat darauf verständigt, dass die Forderungen der GDL für die AVG nicht angemessen seien. "Wir sind mit der Deutschen Bahn nicht vergleichbar, so sind unsere Fahrer Abends zum Beispiel wieder zu Hause", sagte Winkel gegenüber der PZ.

Zu Ausfällen dürfte es bei der AVG dennoch kommen: Die Linien S4 (Kraichtalbahn) und S5 (Wörth/Karlsruhe/Pforzheim/Bietigheim-Bissingen) seien heute vereinzelt betroffen, so Winkel. Wie viele Lokführer in den kommenden beiden Tagen streiken, konnte die AVG gestern nicht sagen. Man rechnet allerdings nur mit einigen wenigen Streikenden.

Leserkommentare (0)