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Der Marktplatz ist voll: Am Samstagabend herrschte beste Stimmung in der Königsbacher Ortsmitte, als dort die „Faltenrocker“ aufgetreten sind.  Foto: Roller 

Ganz Königsbach-Stein ist auf den Beinen: Vereine organisieren buntes Dorffest

Königsbach-Stein. Vier Jahre haben die Königsbacher warten müssen, doch nun war es soweit: Das Dorffest kehrte am Wochenende in die Ortsmitte zurück – und mit ihm die ausgelassene Stimmung, die Musik, die zahlreichen Besucher und das gute Gefühl, dass die Dorfgemeinschaft trotz aller Widrigkeiten immer noch intakt ist. „Mit viel Energie und Elan“ hätten die Vereine dafür gesorgt, dass „es wie am Schnürchen“ läuft, lobte Bürgermeister Heiko Genthner, als er mit vier Schlägen den Fassanstich vornahm.

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Dorffest Königsbach-Stein zieht die Massen an

CVJM holt den Pokal

Pünktlich zur Eröffnung hatten sich die grauen Wolken verzogen: Ideale Bedingungen für den Hobbeles-Lauf, bei dem zwölf Mannschaften antraten. Rund 100 Meter lang war der in der Bahnhofstraße aufgebaute Parcours, der Hindernisse wie Wippen und Schwebebalken bereithielt. Ihn mussten die Teilnehmer mit einem Tablett voller Tannenzapfen, den Hobbele, überwinden. Dabei kam es nicht nur auf Schnelligkeit an, sondern auch auf Geschicklichkeit. Denn jeder heruntergefallene Tannenzapfen gab einen Strafpunkt. Letztlich siegte im Finale mit 38 Sekunden und zwei verlorenen Hobbele der CVJM. Samuel Brade, Alex Baier und Andreas Ehrismann freuten sich über den Pokal und erklärten:

„Das Wichtigste ist, sich vorher gut abzusprechen.“

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O’zapft is: Fassanstich mit den Dorffest-Organisatoren Jan Sarnecki und Laura Heger, Bürgermeister Heiko Genthner und Thorsten Ackermann (von links). Foto: Roller

Noch wichtiger sei aber der Spaß, den sicher alle Teilnehmer hatten. Auch das junge Team des Reit- und Fahrvereins, das als Sieger der Herzen einen Essensgutschein bekam. Insgesamt beteiligten sich neun Vereine und zwei Gastronomiebetriebe am Dorffest. Ein Engagement, über das sich Jan Sarnecki sehr freute. Zum ersten Mal hatte der neue Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Königsbacher Vereine das Fest federführend organisiert. Nachdem erst im Mai die Entscheidung gefallen war, dass es stattfindet, musste alles ganz schnell gehen. Glücklicherweise erhielt Sarnecki viel Unterstützung – auch vom Bauhof, der unter anderem Toilettenwägen aufstellte und Blumenkästen abhängte. „Die Jungs haben schon viel gemacht“, sagte Sarnecki, der sich auch mit dem neuen Bewirtungskonzept hochzufrieden zeigte, das man dieses Jahr auf dem Marktplatz ausprobiert hatte.

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Auf Geschicklichkeit kommt es an: Beim Hobbeles-Lauf mussten die Teilnehmer eine rund 100 Meter lange Strecke voller Hindernisse überwinden, ohne dabei die Tannenzapfen von den Tabletts fallen zu lassen. Foto: Roller

40 Kilo Pommes in zwei Stunden 

„Man merkt, dass die Leute wieder ausgehen wollen“, meinte Laura Heger, Vorsitzende des Volleyballclubs, der seinen Stand dieses Jahr zum ersten Mal zusammen mit dem VdK betrieben hat. Arbeit gab es mehr als genug: Schon in den ersten zwei Stunden verkaufte man 40 Kilogramm Pommes. Gut gelaufen ist es auch beim Motorsportclub, bei dem 50 Helfer im Einsatz waren, obwohl der Verein nur rund 40 Mitglieder hat.

„Bei uns sind alle voller Motivation“, sagte Kassier Klaus Leber.

Das galt auch für den Musikverein direkt daneben. Samstagabends traten dort befreundete Musikvereine aus Linkenheim und Söllingen auf. Auf dem Marktplatz sorgten die „Faltenrocker“ für Stimmung, bei der „Kanne“ legte Discjockey Marius Neumann auf.