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Obstbäume ausgegeben zum Erhalt der Streuobstwiesen auf der Gemarkung Neulingen haben vom OGV Göbrichen dessen Schriftführer Eugen Hofsäß (links) und der ehemalige, langjährige Kassierer Manfred Funk. Auch dessen Hund Eliot (im Hintergrund) behielt bei der Aktion den Überblick. Foto: Dietrich
Obstbäume ausgegeben zum Erhalt der Streuobstwiesen auf der Gemarkung Neulingen haben vom OGV Göbrichen dessen Schriftführer Eugen Hofsäß (links) und der ehemalige, langjährige Kassierer Manfred Funk. Auch dessen Hund Eliot (im Hintergrund) behielt bei der Aktion den Überblick. Foto: Dietrich
18.11.2015

Gartenbauverein sorgt für ökologische Offensive

Im Rahmen der „Ökologischen Offensive Neulingen“ wurden durch den Obst- und Gartenbauverein (OGV) Göbrichen vor dessen Vereinsheim im Gewann „Weiher Wegle“ vorbestellte Obstbäume zur Bepflanzung und zum Erhalt der Streuobstwiesen auf der Gemarkung ausgegeben.

Bei der Aktion gingen alleine zehn Stück an die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Auenhof in Bauschlott. Die Ausgabe der Hochstammbäume übernahmen Manfred Funk, der 21 Jahre Kassierer war, und Eugen Hofsäß, seit über 25 Jahren Schriftführer. Um Kosten bei der Zufuhr zu sparen, wurden alle Bäume für die Obstbauern in Bauschlott, Göbrichen und Nußbaum zentral verteilt. Ein Einwohner von Göbrichen hat seine Bäume sogar mit einem Schubkarren abgeholt.

Gerade in Neulingen hat der Streuobstbau eine lange Tradition und hat wieder neu an Bedeutung gewonnen. Der Schwerpunkt mit fast 50 Prozent lag bei 35 Apfelbäumen, gefolgt von elf Birnbäumen, zehn Kirschen, fünf Zwetschgen darunter eine „Ersinger Frühe“, sieben Mirabellen und vier Renekloden. Nussbäume und Quitten wurden keine bestellt, womit sich wieder der alte Ausspruch bewahrheitete: „Die Quitte ist das Stiefkind im Garten der Hausfrau.“ Schließlich ist ihre Zubereitung zu Saft oder Gelee ziemlich harte Arbeit und zeitintensiv. Ein Obstbaum kostet durchschnittlich etwa 20 Euro, die Interessenten bezahlen sieben Euro und fünf Euro für eine Pflanzhilfe, bestehend aus Pfahl, Bindematerial, Drahthose oder Spirale. Die übrigen Kosten trägt die Gemeinde.