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Inspirationen für den heimischen Garten: Wie wäre es mit einem sprudelnden Wasserlauf?
Inspirationen für den heimischen Garten: Wie wäre es mit einem sprudelnden Wasserlauf?
14.05.2017

Gartenschau in Bad Herrenalb öffnet ihre Pforten

Ein größeres Geschenk zu seinem 62. Geburtstag hätte sich Bad Herrnalbs Stadtoberhaupt Norbert Mai nicht wünschen können. Zumal die Wetterprognosen alles andere als motivierend waren und es ringsum teils heftig regnete.

So kann durchaus vom Glück der Tüchtigen gesprochen werden. Hatten sich alle Gartenschau-Beteiligten bis zuletzt reingekniet. Am Morgen stand ihnen die Anspannung ins Gesicht geschrieben. Nach der Eröffnungsfeier auf der Sparkassenbühne gab es mehr und mehr ein entspanntes Lächeln zu sehen.

Bereits um 9 Uhr war großes Getümmel beim Kurhaus angesagt: Landwirtschaftsminister Peter Hauk, Bürgermeister Mai, Hubert Möhrle (Vorsitzender der Gesellschafterversammlung bwgrün) und der Calwer Landrat Helmut Riegger bekamen eine Schere in die Hand gedrückt fürs Durchschneiden des blauen Bandes an der Enz. Hierfür gab es gleich mal kräftigen Applaus. Danach war ein Geländerundgang angesagt. Mit kurzen Stopps, um Hauk mit Gefolge über dies und jenes zu informieren.

Hansy Vogt, Tourismusbotschafter des Schwarzwaldes, moderierte humorig die Eröffnungsfeier auf der Bühne. Eigentlich stehen 380 Stühle unterm Zelt, am Samstag waren es 750. Und alles in allem waren es um die 1200 Besucher, die kräftig applaudierten, als etwa zehn Minuten vor zwölf Bürgermeister Mai die Gartenschau offiziell für eröffnet erklärte.

Bad Herrenalb bezeichnete Mai als Juwel des Nordschwarzwalds. Viele Jahre habe man auf eine positive Entwicklung gewartet. Er sprach vom größten Umbau in der Geschichte der Stadt und tiefgreifenden Veränderungen. Mai zeigte sich stolz, dass bleibende Werte geschaffen worden seien. Alle hätten Unglaubliches geleistet.

„Alles neu macht der Mai“, schmunzelte Minister Hauk, nachdem er dem Bürgermeister zum Geburtstag gratuliert hatte. Vor einigen Jahren habe er an einer Besichtigungstour in der Siebentälerstadt teilgenommen – beim Betreten des Gartenschaugeländes sei jetzt ein enormer Wandel festzustellen. Die Stadt habe mithilfe des Landes eine Zukunft. Gartenschauen seien viel mehr als Gartenprojekte. Jeder Euro, der hier investiert werde, sei ein Gewinn für Stadt, Region und Land. Bad Herrenalb sei auf jeden Fall dieses Jahr die zweite Landeshauptstadt Baden-Württembergs.

Zur Auflockerung gab es gegen 10.40 Uhr für Stadtoberhaupt Mai ein Geburtstagsständchen. Alle Besucher stimmten mit ein, was beim Bürgermeister Wirkung zeigte. Danach präsentierte Moderator Vogt sein eigens komponiertes Gartenschaulied „Blütentraum und Schwarzwaldflair“. Das bedeutete beste Stimmung im Veranstaltungszelt. Schließlich versteht der Fernsehmoderator, Unterhalter und Sänger sein Handwerk.

Bei einer kurzen Talkrunde verabschiedete sich Möhrle, der neun Jahre an der Spitze der Gesellschafterversammlung bwgrün stand. Er lobte die baden-württembergische Gartenschau-Tradition. Sein Nachfolger Gerhard Hugenschmidt freute sich, wie phänomenal sich Bad Herrenalb entwickelt hat. Genauso wie Landrat Riegger, der betonte, dass die Siebentälerstadt „von Anfang an unterstützt wurde“. Immerhin sei die Kommune im Albtal seit jeher ein wichtiges Aushängeschild.

Begeisterung in der Region

Gartenschau-Geschäftsführerin Sabine Zenker erklärte den Grund, wieso schon so viele Dauerkarten verkauft wurden. Der Erfolg hänge mit der Begeisterung in Bad Herrenalb und der Region zusammen. Der katholische Pfarrer Andreas Simon undJoachim Botzenhardt, evangelischer Dekan des Kirchenbezirks Neuenbürg, traten für die Kirchen ans Mikrofon.

Für Begeisterung sorgte das Bühnenprogramm „Bad Herrenalb – vom Kloster zur Perle des Schwarzwalds“. Vereine und Schulkinder stellten die Stadtgeschichte dar, von den Anfängen bis heute. Da durften natürlich Mönche genauso wenig fehlen wie das Bohren nach Thermalwasser. Beim Lied „Liebe kleine Schwarzwaldmarie“, von Christian Romoser und Rainer König angestimmt, erhoben sich alle Besucher von den Stühlen und stimmten kräftig mit ein. Was für ein gelungener Abschluss der Eröffnungsfeier.

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