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Die Gemeinde Ölbronn-Dürrn hat die Abwassergebühr für die Jahre 2017 bis 2019 neu kalkuliert.  Jens Büttner/dpa-Archiv
Die Gemeinde Ölbronn-Dürrn hat die Abwassergebühr für die Jahre 2017 bis 2019 neu kalkuliert. Jens Büttner/dpa-Archiv
12.10.2016

Gebühren für Abwasser sinken

Als regelrechte „Punktlandung“ hat sich die Kalkulation der Abwassergebühren in Ölbronn-Dürrn vor fast fünf Jahren erwiesen, stellt Bürgermeister Norbert Holme fest. Damals musste (rückwirkend zum 1. Januar 2010) aufgrund eines Gerichtsurteils überall in Baden-Württemberg die nach Schmutz- und Niederschlagswasser unterscheidende „gesplittete“ Abwassergebühr eingeführt werden.

Jetzt, fast ein halbes Jahrzehnt später, wurde die Abwassergebühr für die Jahre 2017 bis 2019 neu kalkuliert. Heraus kamen leicht gesunkene Zahlen. Ab dem 1. Januar 2017 wird die Schmutzwassergebühr 1,77 Euro je Kubikmeter (bisher: 1,85 Euro), die Niederschlagswassergebühr 0,32 Euro je Quadratmeter (bisher: 0,31 Euro) betragen. Damit dürfte die Abwasserrechnung künftig für praktisch alle Haushalte etwas günstiger werden. Auch wenn es kein großer Betrag sei, solle von der Senkung der Schmutzwassergebühr das Signal an die Bürger ausgehen, dass die Gebühren nur so hoch sein sollen, dass sie die Kosten decken, so Bürgermeister Holme.

Für die Bürger günstig wirkt sich in der Neukalkulation auch der Umstand aus, dass der kalkulatorische Zinssatz als fiktive Verzinsung des Anlagekapitals im Abwasserbereich mit Wirkung zum 1. Januar 2017 von bisher 4,5 Prozent auf 3 Prozent gesenkt wird. Damit wird den niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt Rechnung getragen. Der Gemeinderat stimmte den neuen Abwassergebühren einstimmig zu.