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24.07.2016

Gebühren für Engelsbrander Kindergärten erhöhen sich

Engelsbrand. Um jeweils fünf Prozent werden die Beiträge für die Betreuung von Kindern über drei Jahren in den kommenden beiden Jahren in Engelsbrand erhöht. Nachdem die kommunalen und kirchlichen Spitzenverbände im Anschluss an die jüngste Tariferhöhung für Erzieher eine Erhöhung der Gebühren um neun bis elf Prozent vorgeschlagen haben, hatte sich Bürgermeister Bastian Rosenau dazu entschlossen, den Ratsmitgliedern eine Erhöhung um zehn Prozent vorzuschlagen – verteilt auf zwei Jahre. Zuletzt hatte man die Beiträge stets um rund drei Prozent erhöht. Allein die letzte Anhebung der Beiträge habe aber nicht ausgereicht, um die Mehrkosten im Personalbereich aufzufangen.

Für die verlängerte Öffnungszeit müssen Familien mit einem Kind im kommenden Jahr pro Monat 114 Euro zahlen. Besuchen zwei Kinder die Einrichtung reduziert sich die Gebühr pro Kind auf 88 Euro pro Monat. Bei drei Kindern kostet der Beitrag pro Kind 58 Euro. Die Nachmittagsbetreuung schlägt künftig mit 84 statt bisher 79 Euro bei einem Kind zu Buche, für zwei Kinder werden pro Kind 65 Euro fällig, bei drei Kindern werden 43 Euro je Kind veranschlagt. Die Kosten für die Ganztagsbetreuung erhöhen sich auf 286 Euro (bisher 274 Euro) für ein Kind, auf 234 beziehungsweise 175 Euro für zwei beziehungsweise drei Kinder.

Für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren in der Krippe liegen die Preise bei der Grundbetreuung (neun bis zwölf Uhr) künftig bei 145 Euro (zwei Kinder: 112 Euro je Kind; drei Kinder: 74 Euro je Kind). Die verlängerte Vormittagsbetreuung mit 30 Wochenstunden kostet im kommenden Kindergartenjahr 290 Euro für ein Kind. Bei zwei beziehungsweise drei Kindern werden 223 Euro beziehungsweise 148 Euro je Kind fällig. Die Ganztagsbetreuung schlägt mit 425 Euro bei einem Kind zu Buche (341 Euro bei zwei Kindern, 246 Euro bei drei Kindern unter drei Jahren). Auch die Gebühren für die Schülerbetreuung werden angehoben.

Nicht nur die Elternbeiträge wurden aber angepasst. Der Gemeinderat hat auch eine Verlängerung der Betreuungszeiten um jeweils 15 Minuten beschlossen. Der Hintergrund dafür ist, dass das Land die Zuschussrichtlinien geändert hat und der Gemeinde – bei der Beibehaltung der seitherigen Betreuungszeiten – erhebliche Zuschüsse verloren gegangen wären. Durch die Verlängerung der Gruppenzeiten um jeweils 15 Minuten kann die Kommune nun mit 26 000 Euro Mehrzuschüssen im Kindergartenbereich sowie 32 000 Euro Mehrzuschüssen im Krippenbereich rechnen.