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Noch ein halbes Jahr Schonfrist, dann wird das Areal an der Pforzheimer Straße 21 in Neuhausen eingeebnet. Foto: Fux
Noch ein halbes Jahr Schonfrist, dann wird das Areal an der Pforzheimer Straße 21 in Neuhausen eingeebnet. Foto: Fux
01.02.2016

Geburtshaus von Heinrich Kern in Neuhausen wird abgerissen

Für Unverständnis und Kopfschütteln sorgt bei einem Bürger der Abriss eines gemeindeeigenen Wohnhauses in der Pforzheimer Straße 21 in Neuhausen.

Es wäre begrüßenswert, wenn die Gemeinde das Projekt der Sanierung der Ortsmitte Neuhausen wörtlich nehmen würde und eine Sanierung anstelle eines Abbruchs beschließt“, schlug der Mann in der Bürgerfrageviertelstunde dem Gemeinderat vor. Doch der Rat diskutierte nicht. Bürgermeister Oliver Korz verwies auf ein Gutachten, das die Unwirtschaftlichkeit der Erhaltung des Gebäudes bescheinigt und auch auf die denkmalschutzrechtliche Genehmigung.

„Ist der Gemeinde bekannt, dass es sich bei diesem Gebäude um das Geburtshaus eines hochrangigen geistlichen Würdenträgers handelt“, fragte der Bürger nach und verwies darauf, dass in diesem Haus am 24. April 1879 Heinrich Kern geboren wurde, der später Domkapitular und Prälat in San José, der Hauptstadt von Costa Rica, geworden sei. Der Bürger plädierte für den Erhalt des Hauses unter dessen Putz sich Fachwerk befinde und schlug ebenso eine entsprechende Gedenktafel für den geistlichen Würdenträger vor. Eine Dokumentation des Hauses und den Erhalt des Torbogens des Kellereingangs mit der Jahreszahl 1776 ist ihm wichtig. Auch nach einem Nutzungskonzept und Nutzungsmöglichkeiten fragte er und ob sich die Gemeinde ernsthaft um einen Käufer bemüht habe. Doch für die Ratsmehrheit gibt es am Abbruch des Gebäudes nichts mehr zu rütteln. Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.