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Forstwirt mit Schutzanzug: Die Beifuß-Ambrosie ist gefährlich. Symbolfoto: dpa-Archiv
14.08.2018

Gefährliche Invasoren: Diese Pflanzen sorgen in der Region für Probleme

Pforzheim/Enzkreis. So manche Pflanze im Enzkreis ist ein echter „Problembär“: dazu zählen Beifuß-Ambrosie, Riesenbärenklau und Indisches Springkraut.

Das kommt nicht von ungefähr: Aktuell richtet sich eine Informationskampagne des Landesamts für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) gegen die um sich greifende Beifuß-Ambrosie. Allergiker müssen sich hüten vor der gefährlichen Pflanze, die in jedem x-beliebigen Garten auftauchen kann. Schuld daran ist laut LUBW folgender Umstand: „Ambrosiasamen können als Verunreinigungen in Vogelfutter enthalten sein und rund um die Futterstelle auskeimen.“

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Ähnlich wie das Jakobskreuzkraut breitet sich auch die Ambrosia überdies gerne an Straßenrändern aus, wissen die LUBW-Fachleute. Walter Appenzeller vom Landwirtschaftsamt des Enzkreises kennt weitere Ambrosia-Stellen in der Region. Vermehrt bei Häckselplätzen sei die hochallergene Pflanze anzutreffen. Das habe mit den Gartenabfällen zu tun. Ein Schwerpunkt sei im östlichen Enzkreis zu verorten: am Häckselplatz zwischen Lomersheim und Großglattbach.

Ein enorm gefährlicher Zeitgeist ist auch der Riesenbärenklau, der aufgrund seiner beeindruckenden Erscheinungsweise gerne als Herkulesstaude bezeichnet wird, wie Appenzeller unterstreicht. Der „wüste Kerl“, so der Experte aus dem Landwirtschaftsamt, löse starke Verbrennungen durch fototoxische Reaktionen aus. Im Grünland zwischen Feldrennach und Ittersbach sei die Pflanze vermehrt anzutreffen, weiß Appenzeller. Erst kürzlich habe man bei Ellmendingen eine Aktion gegen die Pflanze durchgeführt.

Vom Indischen Springkraut wiederum gehen keine allergenen oder toxischen Wirkungen aus. Im Gegenteil: Ihre Blüten bilden die Basis für ein leuchtendes Pink-Gelee. Die einjährige, invasive Pflanze, die sich an feuchten Stellen wohlfühlt, wuchert gerne entlang von Wasserläufen, was dazu führt, dass mehrjährige Pflanzen absterben. Für Bienen sind die Blüten eine gute Nahrungsquelle. So kommt es bei diesem Kraut zu einem Zielkonflikt zwischen Naturschützern und Imkern.

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