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Gefährliche Zeckensaison hat begonnen.
Gefährliche Zeckensaison hat begonnen © dpa
19.04.2012

Gefährliche Zeckensaison hat begonnen

Enzkreis/Pforzheim. Enzkreis und Pforzheim sind Hochrisikogebiet für Infektionen durch Zecken. Gesundheitsamt setzt auf Informationen mit einer Ausstellung ab Mai. Die Gegner sind winzig. Nur wenige Millimeter groß. Und doch lösen sie dieser Tage bei vielen Menschen große Sorgen aus. Die Zecken sind wieder unterwegs.

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Und weil der Enzkreis und Pforzheim als Hochrisiko für Infektionen eingestuft sind, die von Zecken übertragen werden, gibt es auch allen Grund, die kleinen Tiere ernst zu nehmen.

Daran lässt das Gesundheitsamt Pforzheim/Enzkreis keinen Zweifel. Mit einer Ausstellung in der Bahnhofstraße in Pforzheim ab 8. Mai will die Behörde gründlich über Zecken informieren, über Risiken und darüber, was man gegen Infektionen tun kann.

Gesundheitsamtsleiterin Dr. Roswitha Kull geht es dabei auch darum, verbreitete Irrtümer über Zecken auszuräumen. Vor allem die Vorstellung, die Tiere würden sich von Bäumen oder Büschen auf vorübergehende Menschen fallen lassen und sich dann sofort festbeißen. Normalerweise streift man die Tiere ab, wenn man durch hohes Gras oder Gebüsch geht. Und dann krabbeln die Zecken oft eine ganze Weile auf einem herum und suchen eine geeignete Einstichstelle. Dr. Kull nennt als Beispiele Arm- und Kniebeugen, Hals oder Ohren. Erst dann ritzen sie die Haut auf, verankern ihren Stechapparat und saugen Blut.

Die Stiche sind nicht schmerzhaft, man bemerkt sie meist erst später an einem Jucken. Was die Zecken zu Angstgegnern macht, sind die Übertragungsgefahr der Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, die im schlimmsten Fall zu schweren Hirnhautenzündungen führen kann, und das Risiko mit Borreliose infiziert zu werden. In Hochrisikogebieten wie dem Nordschwarzwald geht man davon aus, dass ungefähr jeder zehnte Zeckenbiss eine Infektion zur Folge hat, so Dr. Kull.

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