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Erstmals ist auch in Heimsheim ein Häftling mit einer elektronischen Fußfessel ausgestattet worden.
Erstmals ist auch in Heimsheim ein Häftling mit einer elektronischen Fußfessel ausgestattet worden. © dpa
18.11.2010

Gefangener der JVA Heimsheim mit Fußfessel ausgestattet

HEIMSHEIM. Erstmals ist in der Justizvollzugsanstalt Heimsheim ein Gefangener mit einer elektronischen Fußfessel ausgestattet worden. Das war am Dienstag der Fall, wie Anstaltsleiter Hubert Fluhr auf Anfrage mitgeteilt hat. Die elektronische Fußfessel dient der Möglichkeit des überwachten Hausarrests. Der mit der Fußfessel versehene Gefangene stammt aus dem Raum Stuttgart.

Die elektronische Fußfessel dient als Alternative für Freiheitsstrafen, die an Stelle von Geldstrafen verhängt werden. Auch Gefangene, die auf ihre Entlassung vorbereitet werden, können die Manschette tragen. Voraussetzung für die freiwillige Teilnahme am elektronischen Hausarrest ist, dass der Gefangene eine Wohnung sowie eine Beschäftigung hat und auch die mit ihm in der Wohnung lebenden Erwachsenen mit der elektronischen Aufsicht einverstanden sind. Mit der Fußfessel kann ein Bewegungsprofil des Gefangenen erstellt oder seine An- oder Abwesenheit in der Wohnung festgestellt werden. Bei Verstößen kann verwarnt oder die Freizeit außerhalb der Wohnung gestrichen werden.

Im vorliegenden Fall bei der Justizvollzugsanstalt Heimsheim handelt es sich um einen Entlassungsfreigänger. Die elektronische Fußfessel ist Bestandteil eines Pilotprojekts in Baden-Württemberg. Die schwarz-gelbe Regierungskoalition war dafür, die Opposition dagegen.