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15.11.2015

Gelände anheben: Tiefenbronn plant für den Hochwasserschutz

Tiefenbronn. Der Schwillbach in Tiefenbronn hat bei Regenereignissen schon mehrfach sein Bett verlassen und damit die Feuerwehr in Atem gehalten. Deshalb erfolgte im letzten Jahr zunächst eine hydrologisch-hydraulische Untersuchung, der sich die Aufstellung eines Gewässerentwicklungsplans anschloss.

Diplom-Ingenieur Andreas Maier stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung die zusammengeführten Ergebnisse vor. Dazu gehören Regenrückhaltebecken oberhalb der Wimsheimer Straße, am Hohlen Weg und oberhalb der Franz-Joseph-Gall-Straße sowie ein Leitdamm oder eine Geländeanhebung oberhalb der Brunnenstraße. Als wirkungsvollste und wirtschaftlichste Maßnahme schlug er die Geländeanpassung vor. Dabei könnte durch Anhebung des Geländes die vorhandene Wiese weiterhin nutzbar sein. Maier nannte Kosten von unter 50.000 Euro.

Aus den Wortmeldungen der Bürger wurde deutlich, dass die Anwohner vor allem die Aufnahmefähigkeit der Durchlässe stark anzweifelten, auch wenn dies laut der rechnerischen Untersuchung ausreichen müsste. In der Beratung des Gremiums machte Gemeinderat Stefan Kunle (CDU) deutlich, dass es keinen hundertprozentigen Schutz vor Hochwasser geben könne und dass aber der Schutz der Bürger wichtiger sei als der Gewässerentwicklungsplan. Gemeinderat Bernd Schmid (CDU) sagte: „Dass das Oberflächenwasser aus dem Gewerbegebiet nicht zu dem Durchlass dazukommt, stimmt einfach nicht.“

Maier erklärte, dass hierzu die Aufnahmefähigkeit der Kanalisation im Gewerbegebiet überprüft werden sollte. Das Gremium beschloss, die Planung zur Geländeanhebung weiter zu verfolgen und Kontakt zu den Besitzern aufzunehmen. Auch eine Untersuchung zur Engpassoptimierung am Durchlass bleibt weiter im Gespräch. Außerdem sollen die Ergebnisse aus der derzeit laufenden Untersuchung für den Kanalplan in weitere Überlegungen einfließen.