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Die Initiatoren des neuen „Gelenkzentrums Schwarzwald“ in der Neuenbürger Enzkreis-Klinik. Von links: Professor Jörg Martin (Geschäftsführer der Regionalen Kliniken Holding, RKH), der künftige Chefarzt Professor Stefan Sell, Landrat Karl Röckinger und Bürgermeister Horst Martin. Foto: Hepfer
Die Initiatoren des neuen „Gelenkzentrums Schwarzwald“ in der Neuenbürger Enzkreis-Klinik. Von links: Professor Jörg Martin (Geschäftsführer der Regionalen Kliniken Holding, RKH), der künftige Chefarzt Professor Stefan Sell, Landrat Karl Röckinger und Bürgermeister Horst Martin. Foto: Hepfer
18.08.2015

Gelenkzentrum Schwarzwald nimmt früher als geplant seine Arbeit auf

Neuenbürg. Eigentlich hätte der Startschuss zum 1. Januar 2016 fallen sollen. Wegen zahlreicher Patientenanfragen werden im neuen „Gelenkzentrum Schwarzwald“ in der Enzkreis-Klinik Neuenbürg nun aber schon am 1. September die ersten Sprechstunden und Operationen durchgeführt.

Am Dienstag brachten die Projekt-Initiatoren, Professor Dr. Jörg Martin, Geschäftsführer der Regionalen Kliniken Holding (RKH), Landrat Karl Röckinger, Aufsichtsratsvorsitzender der Enzkreis-Kliniken, Bürgermeister Horst Martin und der künftige Chefarzt Professor Dr. Stefan Sell die Umbaumaßnahmen auf den Weg. Durch die neue Spezialklinik mit ihrem renommierten Leiter erhofft man sich für das kleine Neuenbürger Krankenhaus einen Schub im Hinblick auf das medizinische Leistungsspektrum, um mittelfristig auch die hohen finanziellen Defizite abzubauen.

„Ich hätte nicht gedacht, dass wir dieses Projekt so schnell durch die kommunalen Gremien kriegen. Vor allem Landrat Karl Röckinger hat ordentlich Gas gegeben“, betonte RKH-Chef Professor Jörg Martin. „Normalerweise ist es extrem schwierig, eine Spezialisierung in ein kleines Krankenhaus zu kriegen. Das hängt von einzelnen Köpfen ab.“ Der wichtigste ist dabei wohl Professor Dr. Stefan Sell. Als anerkannter Spezialist für Rheumaorthopädie und Gelenkchirurgie in Bad Wildbad hat sich der Mediziner bereis einen exzellenten Ruf erworben. Die Idee von einem Wechsel auf die Wilhelmshöhe war aber zuerst auf privater Ebene im Gespräch mit dem Neuenbürger Stadtrat und Mediziner Dr. Andreas Buchgraber entstanden. Über Bürgermeister Horst Martin wurden anschließend die Fäden bis zu Landrat Karl Röckinger gesponnen. „Die Entwicklung ist von Neuenbürg ausgegangen. Ich war nur der Katalysator“, sagt Röckinger und lobt im gleichen Atemzug auch die Unterstützung der Kreisräte Günter Bächle und Rolf Leo, seine beiden Stellvertreter als Aufsichtsratsvorsitzender der Enzkreis-Kliniken.

Mit dem neuen „Gelenkzentrum Schwarzwald“, dessen Name über einen Mitarbeiter-Wettbewerb im Neuenbürger Krankenhaus ermittelt wurde, haben die Verantwortlichen viel vor. Die medizinischen Schwerpunkte liegen im Bereich Endoprothetik aller Extremitätengelenke, Fuß- und Sprunggelenkchirurgie, Handchirurgie, Rheumachirurgie, Sportmedizin und Schulterchirurgie. Dafür soll zunächst kräftig investiert werden. Vor allem in zwei neue Operationssäle, sogenannte Module. Dabei geht Karl Röckinger von einem mittelfristigen Investitionsprogramm von rund 3,5 Millionen Euro aus. Hinzu kommen noch die Innenausbau-Maßnahmen für das 3. Obergeschoss im Neuenbürger Krankenhaus, das im Rohbauzustand bislang noch nicht genutzt wird. Dort ist neben einer Art Komfortstation mit Panoramablick aus dem Fenster in Richtung Schloss und Enztal auch eine Physiotherapiepraxis geplant.

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