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Der letzte Auftritt als Gebrüder Röhrich. REcklies
Der letzte Auftritt als Gebrüder Röhrich. REcklies
10.01.2016

Gelungenes Abschiedskonzert: Gebrüder Röhrich sind Geschichte

Langweilig wird es den Bandmitgliedern der Formation „Gebrüder Röhrich“ auch nach dem letzten Konzert der vor einem Vierteljahrhundert gegründeten Band nicht werden. In der Kulturhalle Grunbach haben die vier Musiker ihr Abschiedskonzert gegeben und damit vor allem ihren treuen Fans für die lange Begleitung gedankt.

Es war ein gelungener Abend – wenn auch ohne große Überraschungen und Sentimentalitäten, den die Musiker und die Konzertbesucher erlebten. Erst standen Guido Willwerth (Keyboard) und Roland Meissner (Gitarre) sowie Carlo Burkhardt (Bass und Leadgesang) und Andreas Hohl (Schlagzeug) auf der Bühne, dann gaben sich die die AC/DC-Coverband „90/DD“ um Volker „Chessy“ Czesnat die Ehre.

Amüsante Ansagen

Angesichts des guten Besuchs hatte Sänger Carlo Burkhardt eine spontane Idee: „Vielleicht sollten wir einfach alle vier Wochen ein Abschiedskonzert geben.“ Einen teil der Fans würde dies sicher freuen, dennoch lautete die Devise an diesem Abend: Es gibt keine Comebackoption. Gemäß der Weisheit „Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören“ habe die Band den richtigen Zeitpunkt im März 1992 verpennt, scherzte Carlo Burkhardt, der das Publikum übrigens immer wieder mit seinen Ansagen und Erläuterungen zu den letztmals live gespielten Liedern zum Lachen brachte.

Musikalisch hatte die Band, die zahlreichen Welthits eigene, deutsche Texte mit Alltagsthemen verpasst hat, ihrem Publikum wieder einiges zu bieten. Zum Abschied, bei dem Carlo Burkhardt in Udo-Jürgens-Manier mit weißem Bademantel auf die Bühne kam, gab’s „Alkohol“ von Herbert Grönemeyer im Original sowie „Westerland“ von den Ärzten, freilich als ultimative Heimathymne mit dem Refrain: „Ich will zurück in den Schwarzwald, ich will zurück nach Engelsbrand.“ In diesen stimmten viele der Gäste mit etwas Wehmut, dennoch aber gut gelaunt mit ein.