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Auf großes Bürgerinteresse stieß die Informationsveranstaltung in der Steiner Festhalle zum Thema Asylbewerberunterkünfte. Auskunft gaben Hansjörg Howe (von links), Udo Mack, Thomas Kaucher, Moderatorin Elisabeth Strobel, Bürgermeister Heiko Genthner, Andreas Kraus (hinten) und Anne Polinsky. Foto: Faulhaber
Auf großes Bürgerinteresse stieß die Informationsveranstaltung in der Steiner Festhalle zum Thema Asylbewerberunterkünfte. Auskunft gaben Hansjörg Howe (von links), Udo Mack, Thomas Kaucher, Moderatorin Elisabeth Strobel, Bürgermeister Heiko Genthner, Andreas Kraus (hinten) und Anne Polinsky. Foto: Faulhaber
Auf diesem Grundstück am Fallfelderweg in Stein will der Enzkreis eine Wohncontaineranlage für 84 Asylbewerber bauen. Der Gemeinderat stimmte zu. Foto: Faulhaber
Auf diesem Grundstück am Fallfelderweg in Stein will der Enzkreis eine Wohncontaineranlage für 84 Asylbewerber bauen. Der Gemeinderat stimmte zu. Foto: Faulhaber
02.12.2015

Gemeinde Königsbach-Stein informiert über Flüchtlingsunterkünfte

Einstimmig entschied der Gemeinderat auf seiner öffentlicher Sitzung in der Steiner Festhalle, dem Enzkreis ein Grundstück am Steiner Fallfelderweg für die Unterbringung von 84 Flüchtlingen in mobilen Wohneinheiten pachtfrei zu überlassen. Ebenso einhellig stimmten die Räte dem entsprechenden Bauantrag des Landratsamts zu.

Der Enzkreis beabsichtigt, auf dem gemeindeeigenen Grundstück eine Containeranlage für Asylbewerber zu erstellen. Das Vorhaben befindet sich bauplanrechtlich im Außenbereich und ist nach Baugesetzbuch und Landesbauordnung ausnahmsweise zulässig. Die Anlage wird nach Beendigung der Unterbringung der Asylsuchenden wieder rückgebaut und das Grundstück in seiner jetzigen Form wieder hergestellt. Bürgermeister Heiko Genthner hatte das Projekt zuvor in einer gut eineinhalbstündigen Bürgerinformationsveranstaltung erläutert.

Dabei kam auch zur Sprache, dass rund 50 Flüchtlinge derzeit fast unbemerkt in der Gemeinde leben. Etwa 200 Interessierte waren gekommen, um ihre Bedenken, die sich überwiegend um Sicherheitsaspekte drehten, aber auch um Verständnis zu äußern.

Zuvor hatten Andreas Kraus, Leiter des Amts für Migration und Flüchtlinge im Landratsamt, Bürgermeister Heiko Genthner und Anne Polinsky vom Fachdienst Asyl des Vereins „miteinanderleben“ über die aktuelle Situation und ihre Entwicklung informiert und Angebote vorgestellt, die es vom Enzkreis, von „miteinanderleben“, von der Gemeinde und von Ehrenamtlichen bereits gibt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Fachfrau Elisabeth Strobel, Fragen beantworteten auch die Fraktionssprecher Udo Mack (CDU), Hansjörg Howe (SPD) und Thomas Kaucher (FWV). Kraus erinnerte, dass derzeit 1800 Personen in vorläufiger Unterbringung leben, über 40 Prozent aus den ehemaligen Balkanstaaten, sowie 200 in Anschlussunterbringung. Die weitere Entwicklung hänge von der Situation in den Herkunfts- und Transitländern ab, von der Umsetzung und Wirkung der politischen Beschlüsse auf Bundes- und Landesebene und von gesamteuropäischen Lösungsansätzen. Wie alle an der Diskussion beteiligten lobte Kraus die Arbeit der Ehrenamtlichen vor Ort. „Sie leisten einen ganz wesentlichen Beitrag für die Integration“, unterstrich Bürgermeister Genthner. „Die Integration wird nur gelingen, wenn wir sie als gesellschaftliche Aufgabe verstehen. Oder mit anderen Worten, das Thema geht uns alle an.“

Die Suche nach einem geeigneten Grundstück für die Aufstellung von Wohncontainern durch den Enzkreis habe sich als sehr schwierig erwiesen. Letztlich sei nur das gemeindeeigene Grundstück beim Fallfelderweg geblieben. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.