nach oben
31.01.2018

Gemeinde Untereichenbach will Wohnentwicklung sicherstellen

Nicht wenige Gemeinden in der Region haben aktuell ein gemeinsames Problem: Sie suchen händeringend nach Flächen für neue Wohnbebauung. So auch Unterreichenbach.

„Unsere Lage ist hierbei ein besonderes Problem“, erläuterte Bürgermeister Carsten Lachenauer das einstimmige Votum des Gemeinderats für ein Vorkaufsrecht der Gemeinde bezüglich sogenannter Potenzialflächen „Im Oberdorf“. Das Nagoldtal sei bei Unterreichbach verhältnismäßig eng. „Wir haben keine Wiesenflächen und viele Steillagen mit Wald“, so Lachenauer. Da auch das Land verhindern wolle, das die Gemeinden noch mehr in die Natur raus bauten, seinen die Gemeinden verpflichtet, zunächst alle vorhandenen Flächen zu nutzen, die innerorts zur Verfügung stünden.

Vorher könne beispielsweise auch kein Neubaugebiet ausgewiesen werden. „Also haben wir in den Jahren 2016 und 2017 unter Beteiligung der Bevölkerung ein Innenentwicklungskonzept mit Fördermitteln des Landes erstellt.“ Ziel sei es gewesen, Flächen zu definieren, die für neue, familienfreundliche Quartiere besonders geeignet sind. „Das Vorkaufsrecht sichert uns ab, wenn der Verkauf von Flächen in diesem Bereich losgeht“, so der Bürgermeister. Ein Nachteil entstehe den Eigentümern damit nicht. Das Vorkaufsrecht bedeute lediglich, dass ein Kaufvertrag vor Abschluss der Gemeinde vorgelegt werden müsse, damit die Gemeinde gegebenenfalls die Hand heben und das Grundstück zum vereinbarten Preis kaufen könne. „Auf den Preis haben wir damit keinen Einfluss und letztlich hängt es auch von der Kassenlage ab, ob wir unser Vorkaufsrecht nutzen und das Grundstück erwerben.“