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20.10.2016

Gemeinderat besucht Mühlacker Enzkreiskliniken

Die Enzkreiskliniken als bedeutsame Einrichtung für das Mittelzentrum Mühlacker und großer Arbeitgeber war kürzlich Ziel für die Besuchsrunde vom Gemeinderat der Stadt Mühlacker mit dessen Vorsitzendem Oberbürgermeister Frank Schneider und Vertretern aus den Ämtern der Stadtverwaltung. Regionaldirektor Dominik Nusser, Stefan Pfeiffer als ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik, Stefan Reim als leitender Arzt der Anästhesiologie und der neue Pflegedienstleiter Dirk Geißler erwarteten die Gäste.

Dominik Nusser führte die 20-köpfige Delegation mit seinem Ärzteteam durch das Haus und startete im Herzkatheterlabor. Tagsüber ist das Labor für Rettungsdienste eine wichtige Anlaufstelle für Notfälle. Eine rechtzeitige Erkennung bei Verdacht auf Herzinfarkt kann schließlich Leben retten. In Zusammenarbeit mit dem Helios Klinikum Pforzheim ist aktuell ein 24 Stunden-Dienst in der Region gewährleistet. „Ziel ist“, erklärt Pfeiffer, „dass der 24-Stunden-Notdienst auch in Mühlacker eingerichtet werden kann.“

Als nächstes ging es zur Radiologie Mühlacker. Die Praxis mit ihren teuren Spezialgeräten für bildgebende Diagnostik hat sich bei der Klinik angesiedelt, womit Synergieeffekte für die Behandlung in den Kliniken und für das Praxisteam zum Nutzen der Patienten möglich sind.

Natürlich durfte beim Rundgang der Kreißsaal nicht fehlen. Seit 4. Oktober ist dieser wieder geöffnet, worüber sich sowohl das Krankenhausteam als auch die Gäste erleichtert zeigen. Ulrich Steigerwald wechselte an dieser Stelle von seiner Rolle als Gemeinderat zum ärztlichen Direktor der Frauenklinik und dankte dem Führungsteam der Kliniken, das in der Krise an einem Strang zog und die schwere Entscheidung der Schließung aufgrund Hebammenmangel treffen musste. Inzwischen sind einige Hebammen aus dem Krankenstand wieder zurück, so dass der Betrieb wieder rund läuft. Die Zeit wurde genutzt, um einige Renovierungsarbeiten durchzuführen. Die Kommunalpolitiker freuten sich, nun wieder stolz darauf sein zu können, dass im Mühlacker Krankenhaus Kinder geboren werden.

Für die gute und nahe Vor-Ort-Versorgung leisten die Kommunen über die Kreisumlage auch ihren finanziellen Beitrag. 680 Beschäftigte und das Vorhalten von rund 293 Planbetten, davon 170 Planbetten im Krankenhaus Mühlacker und 48 Betten in der Geriatrischen Rehaklinik sowie aktuellster moderner Medizintechnik kosten etwas. Allein in den letzten zehn Jahren wurden rund 20 Millionen Euro in die Klinik investiert. Der Weg zur Kostendeckung in der Klinik wird dabei noch viel Arbeit sein, erläutert Nusser. Leuchtturmkonzepte, wie beispielsweise das Herzkatheterlabor, sind Schritte dahin.