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14.07.2016

Gemeinderat gibt grünes Licht für Umbau der „Maisenbacher Sägmühle“ zum Wassermuseum

Bad Liebenzell/Pforzheim. „Dieses Wassermuseum wird eine weitere touristische Attraktion für Bad Liebenzell werden“, führte Bürgermeister Dietmar Fischer den Stadträten in der jüngsten Sitzung des Bad Liebenzeller Gemeinderates vor Augen.

Aus Sicht der Verwaltung sei eine neue Nutzung des Gebäudes wünschenswert. Deshalb werde sich auch die Stadt bei dem Projekt beteiligen und in dem Museum eine Ausstellung mit dem Thema „Quellen“ einrichten. Der Mineralbrunnen werde ebenfalls zu der Thematik Wasser etwas beitragen.

Doch in das unter Denkmalschutz stehende Gebäude im Lengenbachtal möchte der Verein „Wassermuseum Maisenbacher Sägmühle“ aus Pforzheim nicht nur vielfältige Ausstellungen über Wasser präsentieren (PZ berichtete), sondern auch einen kleinen Gastronomiebereich mit Kaffee, Kuchen und einfachen Speisen anschließen.

Nutzungsänderung beantragt

Zu diesem Zweck beantragte der Bauherr nun eine Nutzungsänderung vom ehemaligen Gastronomiebetrieb in ein Museum mit geringer Gastronomienutzung. Der Gemeinderat stimmte diesem Antrag einhellig zu. Auch gegen den Einbau einer Fluchttreppe, die an der Südseite des Hauses vom Dach- über das Obergeschoss auf das ebenerdige Flachdach des Anbaus (einstige Kegelbahn) führen soll, gab es keinerlei Einwendungen. Die geplante Konstruktion sei aus Sicherheitsgründen unerlässlich und füge sich zudem gut in das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes ein, so das Gremium.

Bedenken hatten einige Ratsmitglieder nur wegen der dortigen Parkplatzsituation, die in früheren Zeiten viele Mängel aufwies, sei es nun im Hinblick auf Anzahl der Stellplätze, Wendemöglichkeit oder Befahrbarkeit der Fläche. Die Problematik sei bekannt, versicherte der kommissarische Leiter des Stadtbauamts, Lothar Windbiel. In dieser Angelegenheit sei noch eine Nutzungsänderung mit der Forstbehörde zu treffen, da die dafür benötigte Fläche im Besitz des Landes Baden-Württemberg sei. Es werde jedoch angestrebt, die bisherige Nutzungsvereinbarung mit dem früheren Eigentümer auf den Verein zu übertragen, informierte der Bürgermeister.